Neue Hinweise auf mögliche Kollision

26. Februar 2003, 16:33
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Hitzeschutzkachel mit rätselhaften orangen Spuren entdeckt

Washington - Mehr als drei Wochen nach dem Absturz der US-Raumfähre Columbia gibt es neue Hinweise auf eine Kollision als möglichen Grund für das Unglück. Wie die zur Klärung der Ursachen des Absturzes eingesetzte Untersuchungskommission (CAIB) unter Vorsitz von Admiral a.D. Harold Gehman mitteilte, wurde eine Hitzeschutzkachel der Raumfähre entdeckt, die rätselhafte orange Spuren aufweist.

Die Kachel, die in der Nähe der Stadt Powell im Nordosten von Texas gefunden wurde, gehörte zum Hitzeschild der Columbia, das die Raumfähre beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre schützt. Gehman sagte, hier könne nicht von Schäden auf Grund von extremer Hitze die Rede sein.

Hypothesen

Die Unglücksursache ist bisher ungeklärt. Nach Angaben des Unternehmens Boeing vom vergangenen Freitag hatten kurz nach dem Start am 16. Januar drei abgelöste Isolierteile - und nicht wie angenommen nur ein Teil - die Hitzeschutzkacheln getroffen. Der US-Raumfahrtbehörde NASA zufolge wurde am zweiten Flugtag ein nicht-identifiziertes Objekt mit einer Seitenlänge von 30 Zentimetern beobachtet, das sich von der Raumfähre wegbewegte. Drei Tage später versank dieses Teil im Pazifischen Ozean, ohne dass festgestellt werden konnte, ob es sich um ein Bruchstück aus dem Weltraum handelte, das möglicherweise mit dem Shuttle kollidierte, oder um ein Teil von der Raumfähre selbst.

Eine andere Annahme besagt, Plasma - extrem heißes Gas, das den Shuttle im Moment des Eintretens in die Erdatmosphäre umhüllt - sei möglicherweise in die linke Radabdeckung eingedrungen und die dadurch ausgelösten schweren Beschädigungen könnten zu dem Unfall geführt haben. (APA)

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