HP besser als erwartet

26. Februar 2003, 18:25
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877 Millionen Dollar vor Sonderposten - Konzern rechnet nicht mit Absatzboom in Europa

Der US-Computer- und Druckerhersteller Hewlett-Packard(HP) hat durch Kostensenkungen und einen geringeren operativen Verlust im Firmengeschäft im ersten Geschäftsquartal beim Gewinn nach Sonderposten die durchschnittliche Analystenprognose übertroffen. HP bestätigte zugleich die Gewinnprognose für das zweite Quartal.

Gewinn

In den am 31. Jänner abgeschlossenen ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres sei vor Sonderposten ein Gewinn von 877 Millionen Dollar (814 Millionen Euro) oder 0,29 Dollar je Aktie erzielt worden, teilte der im kalifornischen Palo Alto ansässige Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mit. Der Umsatz habe 17,9 Milliarden Dollar betragen.

Kein Absatzboom in Europa

Allerdings rechnet Hewlett-Packard nicht mit einer erheblichen Zunahme von PC-Käufen durch Geschäftskunden in den Regionen Europa, Naher Osten und Afrika. Ein solcher Boom war von Analysten und Technologiezulieferer lange Zeit erwartet worden, da die Computergeneration, die zum Jahreswechsel 2000 gekauft wurde, nun ihrer Ansicht nach veraltet ist und ersetzt werden muss. Insbesondere Halbleiterhersteller hatten auf die Erneuerung der PC gesetzt, was die Umsätze im zweiten Halbjahr steigen lassen sollte. Hewlett-Packard versetzt dieser Einschätzung einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge nun einen Dämpfer.

So ersetzten zwar einige Unternehmenskunden ihre Computer, doch nicht so massiv wie vorhergesehen, sagte der für die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika zuständige Managing Director des Unternehmens, Kasper Rorsted, dem "Wall Street Journal" am Mittwoch. Auch für die kommenden zwölf Monate dürften die Aufträge nur "tröpfchenweise" einlaufen.(APA/Reuters)

  • CEO Carly Fiorina

    CEO Carly Fiorina

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