US-Senator: Bush-Regierung hat Afghanistan im Stich gelassen

26. Februar 2003, 07:45
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Demokrat Biden warnt vor ähnlichem Vorgehen im Irak

Washington - Der demokratische US-Senator Joseph Biden hat der US-Regierung vorgeworfen, Afghanistan im Stich zu lassen. Das Land sei nach dem Militäreinsatz im vergangenen Jahr "den Warlords überlassen" worden, sagte Biden am Dienstag vor Journalisten in Washington. Im Haushalt 2003 seien keinerlei Gelder zum Wiederaufbau Afghanistans eingeplant, daher hätte der US-Kongress beispringen und zusätzlich 295 Millionen Dollar (274 Millionen Euro) bewilligen müssen. Am Donnerstag wird der afghanische Präsident Hamid Karzai in Washington von US-Präsident George W. Bush empfangen.

Biden warnte davor, der Irak könnte nach einem Sturz von Machthaber Saddam Hussein das gleiche Schicksal wie Afghanistan ereilen. Derzeit werde in der US-Regierung diskutiert, nach einem Irak-Krieg Militärs an die Staatspitze in Bagdad zu setzen "und davonzulaufen". In diesem Fall werde der Irak "sehr schnell zerfallen". (APA)

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