US-Gewerkschaften auf niedrigstem Mitgliederstand seit 1983

26. Februar 2003, 12:38
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Nur 13,2 Prozent gewerkschaftlich organisiert

Hollywood/USA - Die Gewerkschaften in den USA haben im vergangenen Jahr den niedrigsten Mitgliederstand seit 1983 verzeichnet. Das teilte das Arbeitsministerium am Dienstag mit. Demnach waren 2002 noch 13,2 Prozent der Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert, was einen Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Als Ursache galt der Abbau von Arbeitsplätzen in der verarbeitenden Industrie, der in anderen Bereichen durch Werbung neuer Mitglieder nicht wettgemacht worden sei.

Der Gewerkschaftsdachverband AFL-CIO erklärte auf seiner Wintertagung in Hollywood im US-Staat Florida, der Arbeitsplatzabbau habe Krisenniveau erreicht. In einer in seinem Auftrag erstellten Umfrage habe die Hälfte der Befragten erklärt, sie würden einer Gewerkschaft beitreten, wenn sie dazu eine Chance hätten. Gewerkschaften würden nach den Bilanzskandalen als "positive Stimme gegen Firmengier" gesehen. (APA/AP)

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    Eine gewerkschaftliche Verantstaltung vor der New Yorker Börse im Juli 2002.

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