Kanada macht Sicherheitsrat Kompromissvorschlag

26. Februar 2003, 06:27
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Positive Reaktion nichtständiger Mitglieder

New York - Kanada hat am Dienstag versucht, im UN-Sicherheitsrat zwischen dem amerikanisch-britisch-spanischen Resolutionsentwurf und der deutsch-französisch-russischen Initiative für weitere Rüstungsinspektionen im Irak zu vermitteln. Selbst nicht Ratsmitglied, zirkulierte Kanada im New Yorker UN-Hauptsitz einen Vorschlag, in dem eine Reihe von Prüfmarken gesetzt werden, die der Irak bis Ende März erfüllen soll. Danach solle der Sicherheitsrat darüber abstimmen, ob der Irak seinen Verpflichtungen nachkommt oder nicht, sagten Diplomaten der Nachrichtenagentur AP.

Von einigen unentschiedenen Mitgliedern des Sicherheitsrats wurde die kanadische Initiative offenbar positiv aufgenommen. Unklar war, wie die fünf ständigen Mitglieder - die USA und Großbritannien auf der einen und Frankreich, Russland und China auf der anderen - darauf reagierten.

UN-Chefinspektor Hans Blix teilte unterdessen mit, der Irak zeige Zeichen einer aktiven Kooperation mit den Rüstungskontrolloren. So sei der Fund von zwei Bomben gemeldet worden, von denen eine möglicherweise mit einem biologischen Kampfstoff gefüllt sei. US-Präsident George W. Bush äußerte die Vermutung, dass der Irak versuchen werde, "wieder einmal die Welt hereinzulegen". Sein Sprecher Ari Fleischer erklärte, im Falle eines Krieges wären der irakischen Präsident Saddam Hussein und andere Regierungsmitglieder "legitime Ziele nach internationalem Recht." (APA/AP)

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