Helfern im Irak wird vor dem drohenden Krieg die Zeit knapp

25. Februar 2003, 17:21
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Humanitäre UNO-Organisationen erhielten bisher 25 Millionen Dollar

Genf - Die humanitären UNO-Organisationen haben bisher rund 25 Millionen Dollar (23,2 Mill. Euro) erhalten, um die Hilfe für die Bevölkerung im Falle eines Krieges in Irak vorzubereiten. Das erklärten die Sprecherinnen und Sprecher von UNHCR, WFP, UNICEF und WHO am Dienstag in Genf. Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) gab bereits 20 Millionen Dollar für Hilfsgüter aus, die in den Nachbarländern des Irak gelagert sind. Damit kann die UNO-Organisation 600.000 Menschen unterstützen. UNHCR-Sprecher Kris Janowski betonte, es handle sich dabei um eine Planungszahl, nicht um eine Schätzung der Anzahl Flüchtlinge.

Bisher erhielt das UNHCR 15 Millionen Dollar von den USA sowie 2 Millionen Dollar von weiteren Ländern. Das Welternährungsprogramm (WFP) erhielt bisher 5 Millionen Dollar von den USA, sagte WFP-Sprecherin Christiane Berthiaume. Das WFP hatte einen Appell in der Höhe von 7,7 Millionen Dollar an die Geberländer gerichtet. Die UNO-Organisationen rechnet mit fünf bis zehn Millionen bedürftigen Menschen im Falle eines Krieges.

Appell

Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF erhielt von den benötigten neun Millionen Dollar bisher zwei Millionen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhielt von den geforderten 12 Millionen Dollar bisher zwei Millionen von Großbritannien. Im Dezember hatten die UNO-Organisationen einen Appell von 37 Millionen Dollar an die Geberländer gerichtet. Die Schweiz hat für die humanitäre Hilfe im Irak fünf Millionen Franken (3,41 Mill. Euro) vorgesehen. Zur Sensibilisierung der humanitären Gemeinschaft hatte sie Mitte Februar in Genf ein humanitäres Treffen zum Irak organisiert, wie Joachim Ahrens, Sprecher der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Erinnerung rief. (APA/sda)

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