Klagenfurt erhält Nachwuchsakademie

25. Februar 2003, 16:33
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Einstimmiger Beschluss der Landesregierung - Trägerverein ist der FC Kärnten

Klagenfurt - Nach Hollabrunn (Austria Wien), Graz (SK Sturm und GAK) und der Südstadt (Admira Mödling) erhält nun auch Klagenfurt eine Fußballakademie. Trägerverein wird der FC Kärnten sein. Ein diesbezüglicher einstimmiger Beschluss wurde am Dienstag vom Kollegium der Landesregierung gefasst. Die Akademie wird im Wörthersee-Stadion angesiedelt werden. Mit dem Bau wird im Juni d.J. begonnen. Die Kosten belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro. Ein Teil wird über die Hypo-Bank vorfinanziert.

Ballsportzentrum ebenfalls in Planung

Entstehen soll die bauliche Infrastruktur für das Akademie-Internat, den Betreuungseinrichtungen und der Trainingshalle im Anschluss an den nicht überdachten Teil des derzeitigen Stadions, unabhängig des geplanten Neubaus für die Euro 2008. Die Fußballakademie ist auch unabhängig von dem ebenfalls angestrebten Ballsportzentrum zu sehen. An diesem Projekt wird ebenfalls mit Hochdruck gearbeitet.

Zusammenarbeit mit Kelag-Lehrwerkstätte

Durch die Kooperation mit allen Kärntner Schulen und abgestimmten Lehrplänen werde sicher gestellt, dass die Jugend neben dem Fußball auch die notwendige berufliche Ausbildung erhält, sagte dazu Landeshauptmann Jörg Haider (F). Für Lehrlinge soll eine Zusammenarbeit über die Kelag-Lehrwerkstätte erfolgen. Zusätzlich wird über die Akademie neben der sportlichen auch eine optimale medizinische und pädagogische Betreuung gewährleistet.

Kuratorium soll "politische Vereinnahmung" verhindern"

In Klagenfurt gibt es bereits ein Bundesnachwuchszentrum (BNZ), welches von den beiden Kärntner Ex-Fußballgrößen Manfred Mertel und Helmut König betreut wird und rund 350 Jugendliche "beschäftigt". Die Kärntner Fußballakademie wird vom FC Kärnten über eine ausgegliederte Errichter- und Betreibergesellschaft verwaltet. Darüber gestellt wird ein Kuratorium, welches laut Haider in seiner personellen Zusammensetzung auch von allen Parteien des Landes getragen wird. Damit soll eine "politische Vereinnahmung" ausgeschlossen werden. (APA)

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