"Miteinander findet Stadt"

28. Februar 2003, 21:26
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Ausstellung, Messe, Maßnahmenkatalog: Wien startet Aktionen zum EU-Jahr der Menschen mit Behinderungen

Wien - 2003 ist das EU-Jahr der Menschen mit Behinderungen - in Wien steht es unter dem Motto "Miteinander findet Stadt".

Den Auftakt dazu bilden die Ausstellung "erleben.fühlen.begreifen" sowie die Messe "Jeder für Jeden" am 23. März im Wiener Rathaus, wie Vizebürgermeisterin Grete Laska berichtete.

Hindernisse im Alltag

Die Ausstellung in "Grete Laskas Gang Galerie" im Rathaus zeigt ab Mittwoch, 26. Februar, anhand von interaktiven Stationen, mit welchen Hindernissen und Schwierigkeiten behinderte Menschen im Alltag konfrontiert sind. Die Schau soll laut Laska dokumentieren, mit welchen Maßnahmen die Stadt Wien in Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen bereits Abhilfe geschaffen hat bzw. noch schaffen möchte.

"Zwei-Sinne-Prinzip"

Derzeit wird an einem Forderungs- bzw. Maßnahmenkatalog für den öffentlichen Raum gearbeitet, bei dem vor allem das "Zwei-Sinne-Prinzip" eine Rolle spielt. Das bedeutet, dass bei der Umsetzung darauf Rücksicht genommen wird, dass es verschiedene Arten von Behinderungen gibt: Während etwa eine Gehsteigkante für Rollstuhlfahrer ein Hindernis sein kann, sind blinde Menschen auf eine zumindest drei bis vier Zentimeter hohe Kante angewiesen.

Laska verwies auch auf die Arbeit mit behinderten Kindern. Diese werden in insgesamt 208 Integrationsgruppen der städtischen Kindertagesheime speziell gefördert. Förderung gibt es auch später: Seit dem Schuljahr 2002/03 wird erstmals in einer einjährigen Berufsschule integrativ unterrichtet. (APA)

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