Vor 25 Jahren fuhr der erste Zug im Wiener Untergrund

25. Februar 2003, 16:01
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Umweltverträglichkeits- Prüfung für neues Teilstück abgeschlossen

Wien - Zum 25-jährigen Geburtstag der Wiener U-Bahn hat Umweltstadträtin Isabella Kossina (SPÖ) am Dienstag die Absolvierung eines weiteren Ausbau-Schrittes verkündet: Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Verlängerung der U2 bis zum Ernst-Happel-Stadion ist abgeschlossen. Bis 2008 - rechtzeitig zur Fußball-EM - soll dieses Teilstück fertig gestellt sein. Begonnen hat das U-Bahn-Zeitalter in Wien am 25. Februar 1978 mit der Eröffnung der Verbindung zwischen Karlsplatz und Reumannplatz.

86 Stationen

Inzwischen verfügt die Untergrundbahn in der Bundeshauptstadt über 86 Stationen, verteilt auf 61 Kilometer. Die Vorbereitungen für den Ausbau der U2 laufen bereits auf Hochtouren. Die Endstation "Aspernstraße" liegt jenseits der Donau, nämlich im 22. Bezirk. Mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Milliarden Euro ist die U2-Verlängerung derzeit das größte Infrastrukturprojekt Wiens.

Baubeginn Anfang Mai

Der für die Wiener Linien zuständige Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder (SPÖ) rechnet damit, dass das Verfahren zur Rohbauvergabe bis Ende April abgeschlossen werden kann. Der Baubeginn soll spätestens Anfang Mai erfolgen. Spannend wird dabei vor allem die Untertunnelung des Donaukanals: Weil das Grundwasser dort nicht abgepumpt werden kann, muss das Erdreich vereist werden. Die Röhre wird anschließend durch den gefrorenen Bereich gegraben.

Einsprüche

Umweltstadträtin Kossina betonte: "Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass die ökologischen Fragen und die Interessen der Anrainer bei diesem Großprojekt nicht auf der Strecke bleiben." Einsprüche habe es im Rahmen der UVP vor allem wegen befürchteter Lärm- und Staubbelästigung bzw. Erschütterungen gegeben. Um den Schutz der Bevölkerung zu garantieren, seien strenge Auflagen für den Bau vorgeschrieben worden, versicherte Kossina. (APA)

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