Entschlüsselt: Was Microsoft beim Windows-Update wirklich erfasst

27. Februar 2003, 12:55
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Microsoft ermittelt und überträgt beim Windows-Update mehr Informationen als je zuvor - Neue Komponente ermöglicht sogar Report über installierte Programme

Aktuelle Windows-Versionen enthalten eine Update-Funktion, mit der die Microsoft-Betriebssysteme auf dem aktuellen Stand gehalten werden können. Dieses Windows-Update von Microsoft Windows 2000 und Windows XP steht bei Computer-Fachleuten schon seit dessen Einführung im Verdacht, auch persönliche Daten der Nutzer an den Software-Hersteller zu übermitteln. Microsoft äußerte sich bisher nur vage und versicherte, dass keine sensiblen Daten übertragen und gespeichert werden. Da das Versenden der Informationen verschlüsselt erfolgt, konnte das jedoch bisher niemand überprüfen.

"Erstmals gelungen"

tecchannel.de ist es - laut Presseaussendung - nun "erstmals gelungen", die komplette Liste der Daten zu entschlüsseln, die bei der Aktualisierung des Betriebssystems tatsächlich an Microsoft übermittelt werden.

Bedenklich

Das Ergebnis: Die Menge der Informationen ist umfangreicher, als zu diesem Zweck eigentlich notwendig, so Mike Hartmann, Ressortleiter Software & Netzwerk bei tecchannel. Bedenklich sind auch die schon implementierten, aber noch nicht genutzten Funktionen der Update- Komponente: Sie könnte schon jetzt eine Liste der auf dem Rechner installierten Software - auch die anderer Hersteller als Microsoft - anlegen.

Die Ergebnisse der Analyse sind als Zusammenfassung (deutsch und englisch) unter www.tecChannel.de abrufbar.

Ein ausführliches Kompendium ist nur als Paid-Content-Angebot verfügbar.

Von Microsoft (red)

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    foto: standard/cremer
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