Premiere Austria sieht sich in "allen Zielen über Plan"

25. Februar 2003, 13:12
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Österreichisches Programmangebot wird weiter ausgebaut - Systemwechsel noch heuer

Nach einem "sensationellen Weihnachtsgeschäft" 2002 sieht sich der Pay-TV-Anbieter Premiere Austria derzeit "in allen Zielen über Plan". Zu Jahresende habe man über 150.000 Abonnenten verzeichnet, sagte Geschäftsführer Thomas Mischek am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Kleiner Wermutstropfen: Da die analoge Übertragung von Premiere mit Monatsende eingestellt wird, rechnet man mit dem Wegfall von bis zu 5.000 Kunden. Das österreichspezifische Angebot wird weiter ausgebaut, kündigte Mischek an. Neu ist etwa ab 17. März eine wöchentliche Comedy-Show ("Das Montagskipferl") mit dem Kabarettisten-Duo Steinböck und Rudle.

Einen Schwerpunkt werde man auch auf den österreichischen Film setzen, da Umfragen gezeigt hätten, dass hier das Publikumsinteresse besonders hoch sei, sagte Mischek. Montag um 20.15 Uhr ist daher ab April Fixtermin für heimische Produktionen. Neuer Live-Termin für die T-Mobile Bundesliga ist ab März der Samstag um 15.30 Uhr, ab 15.00 Uhr geht Premiere mit Vorberichterstattung auf Sendung. Bei den internationalen Produktionen verspricht Premiere weiterhin "Exklusivität". Durch den Vertragsabschluss der deutschen Mutter mit allen Hollywood-Majors seien zahlreiche Blockbuster gesichert. Darüber hinaus werden Serien-Premieren im deutschsprachigen Raum geboten ("Six Feet Under", "Band of Brothers").

Derzeit auf der Suche ist man nach einem neuen Verschlüsselungssystem, hier würden momentan vier Systeme geprüft, noch heuer soll der Umstieg erfolgen. Bis Jahresende will Premiere Austria an der 200.000-Abonnenten-Marke kratzen, 300.000 sind das Ziel für 2004. 62 Prozent der Premiere-Kunden beziehen übrigens das Gesamtpaket (Premiere Austria, Premiere Film, Premiere Sport), das Basis-Angebot, in dem ausschließlich Premiere Austria inkludiert ist, wird von 19 Prozent bezogen. Hoher Beliebtheit erfreue sich auch das Pay-per-View-Sortiment, also die kostenpflichtige Bestellung von einzelnen Programmen, erklärte Mischek. Wer da aber glaubt, die Österreicher seien besonders rege Konsumenten der Premiere-"Vollerotik", irrt laut Mischek: "Zwei Drittel der Bestellungen gelten Spielfilmen und Sport." (APA)

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