"Das werde ich nicht dulden"

28. Februar 2003, 11:15
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Ottmar Hitzfeld reagiert hart auf Ballack-Interview

München - Fußball-Nationalspieler Michael Ballack ist für seine Kritik am Spielsystem des deutschen Rekordmeisters Bayern München von Trainer Ottmar Hitzfeld zu einer drastischen Geldstrafe verdonnert worden. "Es kann nicht sein, dass ein Spieler öffentlich eine Position fordert oder das Spielsystem verändern will, um vielleicht selbst besser auszuschauen. Das werde ich auch in Zukunft nicht dulden. Dementsprechend hat Michael Ballack eine Strafe zu zahlen, die sicherlich höher ist als die von Claudio Pizarro", sagte Hitzfeld am Dienstag nach dem Training.

Der Bayern-Coach hatte im Trainingslager der Münchner im Januar gegen Angreifer Pizarro eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro ausgesprochen. Der Peruaner hatte ebenfalls die Taktik der Bayern kritisiert. Bei Ballack dürfte die Strafe nun bei rund 20. 000 Euro liegen. "Ich möchte nicht berechenbar sein, dass jeder weiß: Das ist der Betrag, den man bezahlt, wenn man Kritik übt", meinte Hitzfeld dazu.

Auf der Suche nach Ruhe

Hitzfeld hatte den "Fußballer des Jahres" 2002 am Dienstag vor dem Training über die Strafe informiert und Ballack dabei noch einmal ins Gewissen geredet. "Es geht darum, dass wir Ruhe haben, dass sich jeder in den Dienst der Mannschaft stellt und alles dem Erfolg des FC Bayern unterordnet", verdeutlichte Hitzfeld.

Mittelfeldspieler Ballack hatte sich über seine derzeitige Rolle im Starensemble des FC Bayern unzufrieden gezeigt. "Wenn man einen Spieler wie mich holt und weiß, dass er torgefährlich ist, muss man ihn so einsetzen." Er sei kein Egoist. "Aber mit so viel Offensiv-Potenzial, wie wir es haben, muss man sich überlegen, auch mal einen Abwehrspieler zu opfern", sagte der 26-Jährige in einem Interview.(sid)

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    Ottmar Hitzfeld brät keine Extrawürste für Michael Ballack.

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