Das größte Antiquariat der Welt

25. Februar 2003, 11:41
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Wiener Meta-Buchplattform im Internet erreicht 70 Millionen antiquarische Bücher

Fünfundfünfzig Prozent aller Interneteinkäufe, so eine unlängst veröffentlichte Statistik, galten im Jahr 2002 dem Buchsektor. Was nicht weiter verwundert, denn bei kaum einem Produkt bietet das große Netz ähnliche Vorteile: Bücher aus Amerika, Frankreich, Spanien liefert die Post frei Haus; und auch bei deutschsprachigen Büchern ersparen sich - angesichts des oft desolat auf Bestseller beschränkten Sortiments und der nicht vorhandenen Beratung der großen Buchhandelsketten - viele Käufer den überflüssigen Gang außer Haus.

Null

Zur wahren Quelle des Glücks aber wird das Internet für jeden, dessen Herz nach einem längst vergriffenen Buch begehrt: Stand noch vor einigen Jahren die Chance nahe null, das obskure Objekt der Begierde im Regal eines Antiquariats leibhaftig zu sichten, änderte sich dieser Missstand schlagartig mit der Vernetzung der Buchhändler.

Mittlerweile stellten 1300 deutschsprachige Buchhändler ihre Sortiments ins Netz, Suchplattformen wie das ZVAB, oder abebooks, ermöglichen eine umfassende Suche. Alle deutschen Plattformen wiederum und weitere 10.000 bis 12.000 Antiquariate der USA, Frankreichs, Spaniens etc. wiederum durchsucht www.sfb.at.

1999 vom Wiener Wolfgang Franek gegründet, fragt www.sfb.at als einzige Meta-Buchplattform des deutschsprachigen Raums sekundenschnell sämtliche weltweit existierenden namhaften Antiquariatsplattformen des Internets ab - insgesamt geschätzte 60 bis 70 Millionen antiquarische Bücher.

Was die Chance, an die Erstausgabe der Träume zu gelangen, drastisch erhöht. Dieser Tage nun eröffnet sfb.at nicht nur eine zweite Adresse - www.eurobuch.com - , was den User nicht weiter zu interessieren braucht, bleibt die alte doch gleichfalls erhalten. Darüber hinaus aber installiert Franek auf beiden Adressen ein neues Zahlungssystem, das die bisher lästigen - und teuren - Überweisungen oder Behelfslösungen (wie Bargeld im Kuvert an Antiquariate im Ausland) künftig vermeidet: Ab sofort kann spesenlos per Bankeinzug bezahlt werden. (Cornelia Niedermeier, DER STANDARD Printausgabe, 25. Februar 2003)

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