Radstadt Salzburg

25. Februar 2003, 16:22
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Salzburg erhält von Radfahrern die besten Noten in Österreich - Graz auf Platz zwei - Wien als Schlusslicht

Die Stadt Salzburg erhält von Radfahrern, die auch im Winter unterwegs sind, unter allen Landeshauptstädten die beste Note für ihre Fahrradpolitik. Das ergab eine österreichweite Umfrage des Verkehrsclub Österreich (VCÖ), an der mehr als 1.500 Personen teilgenommen haben. Das zweitbeste Zeugnis stellen die Radfahrer der Stadt Graz aus.

Salzburg: "Sehr gut" und "Gut"

In Salzburg sind die Radfahrer am zufriedensten. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) gaben der Stadt Salzburg für ihre Fahrradpolitik die Noten "Sehr gut" und "Gut". Zum Vergleich: In Wien vergaben nur 18 Prozent der Radler einen "Einser" oder "Zweier". "Wir haben die Radfahrer befragt, die das ganze Jahr über fahren - so zusagen die Stammkunden der Fahrradpolitik", so Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut in einer Aussendung.

Offensive Fahrradpolitik

"Salzburg hat einen deutlich höheren Radverkehrsanteil als Wien. In Salzburg wird jeder fünfte Weg mit dem Fahrrad zurückgelegt, in Wien nur jeder 25. Weg. Salzburg setzt eine offensive Fahrradpolitik um und investiert in die Verkehrssicherheit für Radfahrer. Der Lohn: Viele Menschen fahren mit dem Rad, fühlen sich sicher und sind zufrieden", analysiert Rauh. So wird zum Beispiel derzeit um rund 3,5 Millionen Euro ein wichtiger Lückenschluss im Salzburger Radwegenetz vollzogen, nämlich die Radweg-Unterführung unter Staatsbrücke und Mozartsteg.

Radverkehrsanteil erhöhen

Österreichweit geben fünf Prozent der Fahrradpolitik ein "Sehr gut", 21 Prozent ein "Gut", 35 Prozent ein "Befriedigend", 25 Prozent ein "Genügend" und 14 Prozent ein "Nicht genügend". Von der Politik fordert der VCÖ stärkere Bemühungen, den Radverkehrsanteil in Österreich zu erhöhen. Jede zweite mit dem Auto zurückgelegte Strecke in Österreich ist kürzer als dreieinhalb Kilometer. "Mehr Radverkehr bedeutet weniger Staus auf den Straßen, weniger Abgase und niedrigere Krankheitskosten", betont der VCÖ-Experte.

Die Ergebnisse in den einzelnen Landeshauptstädten:

Salzburg
15 Prozent "sehr gut"
53 Prozent "gut"
29 Prozent "befriedigend"
3 Prozent "genügend"
0 Prozent "nicht genügend"

Graz
6 Prozent "sehr gut"
28 Prozent "gut"
41 Prozent "befriedigend"
23 Prozent "genügend"
2 Prozent nicht genügend"

Linz
3 Prozent "sehr gut"
13 Prozent "gut"
45 Prozent "befriedigend"
27 Prozent "genügend"
12 Prozent "nicht genügend"

Innsbruck
2 Prozent "sehr gut"
15 Prozent "gut"
53 Prozent "befriedigend"
21 Prozent "genügend"
9 Prozent "nicht genügend"

Bregenz
3 Prozent "sehr gut"
27 Prozent "gut"
59 Prozent "befriedigend"
9 Prozent "genügend"
2 Prozent "nicht genügend"

St. Pölten
3 Prozent "sehr gut"
26 Prozent "gut"
29 Prozent "befriedigend"
20 Prozent "genügend"
22 Prozent "nicht genügend"

Kärnten
(wegen zu geringem Sample keine statistisch genaue Angaben zu Klagenfurt möglich)
0 Prozent "sehr gut"
17 Prozent "gut"
33 Prozent "befriedigend"
22 Prozent "genügend"
28 Prozent "nicht genügend"

Burgenland
(wegen zu geringem Sample keine statistisch genaue Angaben zu Eisenstadt möglich)
12 Prozent "sehr gut"
23 Prozent "gut"
19 Prozent "befriedigend"
34 Prozent "genügend"
12 Prozent "nicht genügend"

(APA)

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VCÖ

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