Renovierung und Erweiterung des Linzer Musiktheaters

24. Februar 2003, 13:23
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FP legt Konzept für Lösung am alten Standort vor

Linz - In der langen Diskussion um ein neues Musiktheater für Linz legte die FPÖ Oberösterreichs am Montag ein gemeinsam mit einem Architektenteam erarbeitetes Konzept für eine umfassende Lösung am bestehenden Standort des Landestheaters an der Promenade vor. "Der alte Standort als neue Chance", formulierte FP-Landesparteiobmann Günther Steinkellner am Montag bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Linz. Die Kosten würden sich auf knapp 60 Mio. Euro belaufen.

Sparsam

Das Konzept wurde von den Linzer Architekten Peter Grünwald und Michael J. Patzelt ausgearbeitet. Es geht davon aus, dass das Linzer Landestheater "in seinem derzeitigen Zustand ein Sanierungsfall" sei. Zugleich aber die Mehrheit der Bevölkerung nicht für einen Neubau sondern für eine Lösung am alten Standort sei. "Eine Lösung, die ein sparsamer Umgang mit Steuergeld statt Verschwendung ist", betonte Steinkellner.

Demnach sieht das jetzt vorgestellte Konzept die Renovierung und Erweiterung am bestehenden Theaterstandort vor. Der vorhandene bühnen- und aufführungstechnische Bereich soll umstrukturiert, neu gegliedert und erweitert werden. Notwendig seien nach diesem Konzept ein zusätzlicher Bühnenturm und eine weitere Bühne. Zusätzlich solle eine Probebühne erreichtet werden, ebenso Probesäle für die Musiker. "Mit den vorgesehenen Um- und Zubaumaßnahmen können alle Sparten der darstellenden Kunst in höchstmöglicher Qualität angeboten werden", sagte Steinkellner.

Theaterquartier

Berücksichtigt werde, dass die historisch wertvollen Teile des bestehenden Landestheaters erhalten und in das Konzept integriert werden. Damit werde ein "einzigartiges Theaterquartier mitten in der historischen Linzer Altstadt" geschaffen, hieß es bei der Pressekonferenz. Der Linzer FP-Vizebürgermeister Franz Obermayr ergänzte, es sei auch die Errichtung einer Parkgarage im Einzugsbereich des Theaters geplant, die von Privaten betrieben werden solle.

Zu den Kosten erläuterten die FPÖ und die Architekten: "Unser Projekt kostet rund 59,17 Millionen Euro und damit weniger als die Hälfte der 'Oper im Berg'". Letzteres bezieht sich auf das seinerzeit geplante Projekt eines Musiktheaters, teilweise unterirdisch im Linzer Schlossberg. Dieses Projekt wurde fallen gelassen, nachdem sich bei einer von der FPÖ initiierten Volksbefragung 60 Prozent dagegen ausgesprochen hatten.

(APA)

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