Hoon besorgt über irakische Raketen an Grenze zu Kuwait

24. Februar 2003, 12:37
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Hussein hat Entscheidung über friedliche Lösung "selbst in der Hand"

Kuwait - Der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon hat sich "besorgt" über Berichte aus Deutschland geäußert, wonach der Irak Raketen an die Grenze zu Kuwait verlegt hat. "Ich bestätige sie nicht, aber natürlich bin ich beunruhigt", sagte Hoon bei einem Besuch britischer Truppen in Kuwait. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" hatte unter Berufung auf Vertreter deutscher Nachrichtendienste und der militärischen Führung der Deutschen Bundeswehr berichtet, Bagdad habe mit der Stationierung neuer Raketen des Typs "Ababil 100" im Grenzgebiet zu Kuwait die alliierten Truppen in dem Land direkt gefährdet.

Es gebe noch immer Zeit für eine friedliche Beilegung der Irak-Krise durch die Vereinten Nationen und "wir alle hoffen, dass dies der Fall sein wird", sagte Hoon weiter. Bagdad habe die Entscheidung darüber selbst in der Hand. Der irakische Machthaber Saddam Hussein habe ohne militärischen Druck nie "vernünftig gehandelt", sagte Hoon. Druck sei die einzige Möglichkeit, Saddam Hussein zur Zusammenarbeit mit dem UNO-Sicherheitsrat zu bewegen. "Wir müssen an Saddam Hussein eine klare Botschaft senden: Sie werden nicht gewinnen, sie können nur (die UNO-Forderungen) erfüllen und abrüsten oder geschlagen werden."

Großbritannien will gemeinsam mit den USA einen neuen Resolutionsentwurf in den UNO-Sicherheitsrat einbringen, der einen Militäreinsatz gegen Irak legitimiert. Nach Informationen französischer Diplomaten soll dies am Dienstag erfolgen. (APA)

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