OSZE verurteilt Gewalt in Südserbien

24. Februar 2003, 11:53
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Angriff auf Polizisten ein "feiger Akt"

Belgrad - Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat die neuerliche Gewalt in Südserbien scharf verurteilt. Am Sonntag waren bei einem Angriff auf die Polizei an der administrativen Grenze zum Kosovo ein Polizist getötet und zwei weitere verletzt worden. Solch "feige Akte" könnten in einer demokratischen Gesellschaft nicht akzeptiert werden, hieß es in einer Aussendung der OSZE-Mission in Belgrad.

Die OSZE werde keinerlei Provokationen erlauben, die den laufenden Prozess der Konsolidierung der Rechtsstaatlichkeit und der multiethnischen Gesellschaft stören. Gemeinsam mit den lokalen Behörden in Südserbien und jenen in Belgrad werde die OSZE weiterhin fest am Friedensprozess und der Stabilität in der Region festhalten.

Der serbische Vizeministerpräsident Nebojsa Covic hatte nach der Minenexplosion am Sonntag von einem "terroristischen Angriff" gesprochen. Die Polizei werde auf diesen Überfall "adäquat" reagieren. Covic bezeichnete drei ehemalige Anführer der albanischen Extremistengruppen in Südserbien als "Koordinatoren" der jüngsten Aktionen gegen die Sicherheitskräfte.

Es soll sich um Sefquet Musliu, Tahri Besin und Liri Jakupi handeln. Sie waren Anführer der vor eineinhalb Jahren offiziell aufgelösten "Befreiungsarmee von Presevo, Medvedja und Bujanovac" (UCPMB) und sollen inzwischen im Kosovo leben. Die UCPMB bemühte sich um den Anschluss der drei südserbischen Kommunen an das Kosovo. (APA)

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