Fiat: Gespräche mit GM wecken Hoffnung

24. Februar 2003, 14:19
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Versicherungssparte vor Verkauf

Rom - Die Aktie des krisengeschüttelten Fiat-Konzern hat nach einer tagelangen Talfahrt am Montag erstmals wieder kräftig zugelegt. Bis zum Mittag stieg die Aktie um 5,7 Prozent und notierte bei 7,29 Euro. Am vergangenen Freitag hatte der Titel erstmals die "psychologische Schwelle" von sieben Euro unterschritten.

Versicherungssparte vor Verkauf

Der aktuelle Anstieg sei vor allem auf die Gespräche zwischen Fiat und US-Partner General Motors am vergangenen Wochenende in New York zurückzuführen sowie auf die Gerüchte um den anstehenden Verkauf der Fiat-Versicherungssparte Toro Assicurazioni. Zudem übe der Finanzier Roberto Colaninno weiter Druck auf das Turiner Traditionsunternehmen aus, berichteten italienische Medien. Colaninno hatte dem Konzern im Januar einen eigenen Sanierungsplan präsentiert, der auch eine Finanzspritze von rund 2,5 Mrd. Euro vorsieht. Fiat hat sich bisher nicht zu dem Plan geäußert.

Werk in Sizilien wieder eröffnet

Unterdessen hat ein Fiat-Werk im sizilianischen Termini Imerese, das im vergangenen Dezember trotz zahlreicher Proteste geschlossen worden war, am Montag wieder geöffnet. Die Fabrik, die fast 2000 Menschen beschäftigt, werde zunächst aber nur zeitweise den Betrieb aufnehmen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Bis zum 4. April soll das Werk insgesamt fünf Wochen lang, jedoch mit mehreren Unterbrechungen, die Produktion des Fiat Punto fortführen. Erst ab September werde in Termini Imerese dann wieder regulär gearbeitet, hieß es. (APA)

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