Greenpeace blockiert britische Esso-Tankstellen

24. Februar 2003, 11:17
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Vorwurf der "kriegstreibenden Energiepolitik"

London - Greenpeace hat am Montag in Großbritannien nach eigenen Angaben aus Protest gegen den Irak-Konflikt 95 Esso-Tankstellen lahm gelegt. Die Umweltschutz-Organisation warf dem weltgrößten Ölkonzern ExxonMobil eine "kriegstreibende Energiepolitik" vor. Der Konzern bestritt die Vorwürfe. Eine Sprecherin von Greenpeace sagte, die Umweltschützer hätten an 95 Esso-Tankstellen die Benzinzufuhr gestoppt. Außerdem versperrten sie den Eingang der britischen Esso-Zentrale in dem südenglischen Ort Leatherhead.

Jörg Feddern, ein "Öl-Experte" von Greenpeace, sagte, Esso sei einer der größten Nutznießer eines möglichen Irak-Krieges. "Esso forciert wie kein anderer US-Konzern die Abhängigkeit der Vereinigten Staaten vom Öl", sagte er. "Diese Abhängigkeit und die falsche Energiepolitik der US-Regierung verursachen einen immensen Durst nach neuem Öl. Das sind die maßgeblichen Gründe für den geplanten Irak-Krieg."

Ein Esso-Sprecher sagte dagegen: "Es ist lachhaft zu behaupten, dass ExxonMobil in irgendeiner Weise einen möglichen Krieg im Irak unterstützt." Die Irak-Politik werde von Regierungen und nicht von Unternehmen gemacht. Der Esso-Mutterkonzern ExxonMobil habe nie mit irgendeiner Regierung über einen Irak-Krieg gesprochen. (APA)

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    Auch in der Türkei protestierten Greenpeace-Aktivisten gegen den drohenden Krieg.

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