Pakistanische Passagiermaschine abgestürzt

24. Februar 2003, 12:21
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Afghanischer Minister verunglückt - Keine Hinweise auf Anschlag

Karachi - Der afghanische Minister für Bergbau und Erdöl, Juma Mohammad Mohammadi, ist am Montag in Pakistan bei einem Absturz mit einem Kleinflugzeug tödlich verunglückt. Die Maschine mit acht Menschen an Bord sei vor Karachi ins Meer gestürzt, teilte die pakistanische Marine mit.

Marinehubschrauber entdeckten das Wrack der Cessna etwa 75 Kilometer westlich der Hafenstadt Karachi, nachdem das Flugzeug einige Stunden lang vermisst worden war, weil der Funkkontakt abgebrochen war. Die Marine habe bisher vier Leichen geborgen und Trümmerteile des Flugzeugs vom Typ "Cessna 402" entdeckt, sagte ein Sprecher. "Ich kann ihre Identität nicht bestätigen. Die Suche nach den anderen geht weiter", sagte er. Bisher gebe es keine Hinweise auf einen Anschlag.

Ministeriums-Vertreter

Zu den Passagieren gehörten außer dem Minister drei Vertreter seines Kabuler Ministeriums, teilte die Luftfahrtgesellschaft Star Aviation mit, die das Flugzeug von einer privaten Hilfsorganisation gechartert hatte. Außer einem Vertreter des pakistanischen Außenministeriums sei auch der Chef eines chinesischen Unternehmens an Bord gewesen, das sich mit dem Bau von Pipelines beschäftigt.

Mohammadi hatte am Wochenende Gespräche über eine Pipeline geführt, die Turkmenien und Pakistan miteinander verbinden und durch Afghanistan verlaufen soll. Es gibt verschiedene Pläne für den Bau von Ölpipelines in dem vorderasiatischen Gebiet, die durch die langjährigen Kriege in Afghanistan nicht vorwärts gekommen waren.

Funkkontakt verloren gegangen

Die private pakistanische Wohlfahrtsorganisation Edhi Welfare Foundation hatte zuvor mitgeteilt, ein Flugzeug der Stiftung werde über Cape Monz in der Nähe der Hafenstadt Karachi im Süden des Landes vermisst. Ihren Angaben zufolge war die Maschine zu einem Flughafen in die Grenzprovinzen zu Afghanistan und zum Iran unterwegs. Der Funkkontakt zu der Maschine sei 29 Minuten nach dem Start verloren gegangen.

Erst in der vergangenen Woche war im Norden Pakistans ein Militärflugzeug bei schlechter Sicht abgestürzt. 17 Menschen kamen dabei ums Leben, unter ihnen der Luftwaffenchef. (APA/Reuters/AP/dpa)

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