Blix schließt Militärschlag nicht aus

24. Februar 2003, 17:45
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UN-Chefinspektor befindet irakische Regierung unglaubwürdig - Keine weiteren Gespräche über Raketen-Abbau

Bagdad/Paris - UN-Chefinspektor Hans Blix hat Anwendung militärischer Gewalt zur Abrüstung des Irak nicht ausgeschlossen. In einem am Montag erscheinenden Interview des US-Nachrichtenmagazins "Time" sagte er, die Regierung in Bagdad habe "natürlich keine Glaubwürdigkeit" und die Diplomatie müsse "möglicherweise mit Gewalt unterstützt werden".

UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, falls der Irak nicht die nach Angaben der Kontrollore weiter als erlaubt fliegenden Raketen zerstöre, müsse der Sicherheitsrat eine Entscheidung treffen. Der irakische Verbindungsoffizier zu den Vereinten Nationen, General Hossam Mohammed Amin, teilte mit, seine Regierung habe noch nicht über die von Blix geforderte Zerstörung bestimmter Kurzstreckenraketen entschieden. Blix hat dem Irak bis kommenden Samstag Zeit gegeben, um mit der Verschrottung der Raketen zu beginnen.

Blix: Keine weiteren Gespräche mit Bagdad über Raketen-Abbau

New York (APA/Reuters) - Der Chef der UNO-Chef-Waffeninspektoren Hans Blix rechnet nicht mit weiteren Gesprächen mit der irakischen Führung über die Vernichtung der El-Samud-Raketen. Blix sagte am Montag zu Journalisten in New York weiter, der Irak müsse mit der Abrüstung dieser Waffen beginnen.

Die Vernichtung der El-Samud-Raketen gilt als Test dafür, ob die Regierung in Bagdad mit der UNO zusammenarbeitet und dadurch einen Militärschlag abzuwenden versucht. Blix hat die irakische Regierung ultimativ aufgefordert, bis zum 1. März mit der Zerstörung der Raketen zu beginnen. Die El Samud übertrifft nach UNO-Angaben in Auflagen von 1991 festgelegte Reichweite von 150 Kilometern. Der Irak hat erklärt, die Rakete sei dazu ausgelegt, innerhalb dieser Reichweite zu bleiben. (APA/AP)

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    Laut dem UN-Chefinspektor hätte die irakische Regierung "natürlich keine Glaubwürdigkeit".

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