Xbox 360 beschert Microsoft eine Sammelklage

16. Oktober 2008, 14:05
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"Red Ring of Death" könnte den Konzern in den USA teurer zu stehen kommen - Kläger: Microsoft habe die Tragweite der Probleme absichtlich verheimlicht

Der Software- und Konsolenhersteller Microsoft sieht sich dieser Tage mit einer Sammelklage konfrontiert. Die Klage wurde beim Landesgericht von Sacramento, Kalifornien, eingereicht und besagt, dass Microsoft die Tragweite der technischen Probleme der Xbox 360 verheimlicht hätte, um im Wettbewerb mit Sony und Nintendo bestehen zu können. 

RRoD

Der Klage nach habe der Konzern bereits im November 2005 gewusst, dass 50 Prozent der Konsolen beim Verkaufsstart anfällig für Überhitzungsprobleme waren. 

Die weitreichenden Defekte der Spielkonsole wurden allgemein unter dem Phänomen "Red Ring of Death" (RRoD) bekannt. Eine kaputte Xbox 360 indiziert ihren Defekt mit einem rot leuchtenden Kreis um den Einschaltknopf an der Front.

Das Unternehmen musste sich 2007 die Probleme offiziell eingestehen und initierte ein Austauschprogramm für betroffene Geräte. Hierfür wurde rund eine Milliarde Dollar zurückgelegt. Mittlerweile wurden auch die anfälligen Komponenten der Konsolenhardware ersetzt.

Schaden

Die Kläger fordern Schadensersatz, der am Gewinn, den Microsoft mit der Xbox 360 erwirtschaftet hatte, bemessen werden soll. Darüber hinaus soll Microsoft ein Rückerstattungsprogramm in Kalifornien initiieren und öffentlich bekannt machen. (zw)

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    Der RRoD: Indikator für den Motorschaden.

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