Spotlight on Notebooks: Was zaubert Apple heute aus dem Hut?

13. Oktober 2008, 14:50
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Die Branche wartet gebannt, was Steve Jobs am 14. Oktober präsentieren wird - Notebooks stehen fest, aber was wird neu sein?

Wie es bei Apple so üblich ist, tauchen die Gerüchte einen Tag vor der offiziellen Ankündigung neuer Produkte nochmals in eine heiße Phase. Ungewöhnlich klar hat Apple für den 14. Oktober neue Notebook-Modelle angekündigt, die man um 10 Uhr Ortszeit in Cupertino unter dem Motto "The spotlight turns to notebook" präsentieren will. Neben einem Re-Design der MacBooks, von dem erste Fotos bereits durchs Web geistern, soll auch den Äpfel-Kernen ein ordentliches Upgrade beschert werden.

Günstigere, stabilere Geräte

Nachdem in diversen Foren bereits seit Wochen die wildesten Spekulationen über den mit einem neuen Produkt assoziierten Codenamen "The Brick" angestellt wurden, scheint es sich dabei nicht um ein Produkt, sondern einen neuen Fertigungsprozess zu handeln. Dabei sollen die Notebook-Gehäuse aus einem einzigen Block Aluminium gefräst sein, was die Gehäuse nicht nur leichter und stabiler, sondern auch günstiger machen soll.

MacBook mit Aluminium statt Plastik

Im Web aufgetauchte Fotos zeigen ein Notebook-Gehäuse, bei dem es sich um das neue MacBook Pro handeln soll. Den Fotos zu urteilen, besitzt das Gehäuse Auslassungen für zwei USB-Slots, FireWire 800, Ethernet, Mini-DVI, Audio In/Out, MagSafe (Stromanschluss) und ExpressCard sowie das optische Laufwerk und Kensington Lock auf der gegenüberliegenden Seite. Früheren Gerüchten entsprechend soll nun auch das MacBook mit einem Aluminium-Gehäuse statt Plastik ausgestattet sein, das ebenfalls auf den Bildern zu sehen sein soll.

MacBook Air

Mit den neuen Geräten will Apple offenbar auch ein neues Chipset von Nvidia einführen, während die Haupt-CPU weiterhin von Intel kommen soll. Spekulationen um ein neues MacBook Air haben sich inzwischen zwar etwas gelegt, doch auch hier könnte Apple mit einem neuen Modell aufwarten, das vor allem mehr Speicher bieten soll - derzeit ist das Air mit 80 GB HDD oder 64 GB SSD erhältlich. Die Festplatten-Version könnte dabei mit der 120 GB-Harddisk des iPod Classic ausgestattet werden.

High-End-Geräte

Besonders die Gerüchte um ein günstigeres MacBook bewegen die Gemüter in der Apple-Community, denn bislang erachtete es der Hersteller für nicht notwendig, Geräte um Preise anzubieten, die mit Konkurrenz mithalten können. Vielmehr war das Unternehmen stark auf der Highend-Schiene für einen eher kleinen Markt ausgerichtet, das günstigste Apple-Notebook am österreichischen Markt kostet - abgesehen von Studenten-Aktionen - immer noch 999 Euro. Die Preise für Apple-Geräte sind dabei zwar nicht drastisch höher als die der Konkurrenzprodukte mit gleichwertigen Konfigurationen, doch auf Billig-Produkte hat man bislang weitgehend verzichtet.

Doch noch ein neuer Mac Mini?

Eine Ausnahme stellt der günstige Mac Mini um 499 Euro dar, den viele Unternehmensbeobachter bereits am Abstellgleis gesehen hatten. Im Vorfeld des morgigen Apple-Events waren aber erneut Spekulationen um eine Neuauflage des kleinen Desktop-Rechners aufgeflammt. Ebenfalls ganz in Aluminium gehüllt und mit Griffen ausgestattet, sollte er als kleinere Version des Mac Pro auf den Markt kommen. Wie wahrscheinlich es nun ist, dass Apple am Dienstag auch neue Desktop-Rechner präsentiert, ist jedoch schwer zu sagen, da es bereits eine offizielle Ankündigung für neue Notebooks gab.

Hohe Wachstumsrate

Apple kann mittlerweile mit 38 Prozent (in den USA) auf weitaus höhere Wachstumsraten als die Konkurrenz verweisen. Das Betriebssystem Mac OS X soll weltweit einen Marktanteil von 8,23 Prozent haben. Damit reicht das Unternehmen zwar in gesamten Zahlen noch lange nicht an die Konkurrenz wie Dell und HP bzw. Microsoft heran, doch das Wachstum scheint momentan unaufhaltsam.

Ein Apple-Netbook?

Einige Beobachter sehen daher wenig Anzeichen dafür, dass Apple die Preise für bestehende Notebooks bzw. neue Modelle mit hohen Konfigurationen auf die kolportierten 800 Dollar senken wird. Stattdessen vermuten einige, dass das Unternehmen auch eine Art Netbook bzw. eine neue Notebook-Serie vorstellen könnte, die die Preislücke nach unten füllen soll, so wie es Apple bereits mit dem günstigeren iPod Nano und Shuffle getan hat.

Apple-Fernseher

Abgesehen von neuen Rechnern, könnte Apple am Dienstag aber auch seine Entertainment-Abteilung mit einem neuen Produkt bestücken. Dabei soll es sich um einen LCD-Fernseher mit integriertem Apple TV handeln. Ein so ausgestattes Fernsehgerät würde über eine fixe Anbindung an iTunes verfügen. Hierzulande hat es Apple allerdings noch immer nicht geschafft, Filme und Serie über iTunes anzubieten. (br)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Abseits von technischen Daten, steht natürlich auch das Aussehen der neuen MacBooks im Zentrum zahlreicher Spekulationen. Dunkles Metall in einem dünnem Gehäuse wie das MacBook Air - so stellt sich ein Fan das neue MacBook Pro vor.

  • Darf man den auf einer chinesischen Website aufgetauchten Fotos allerdings glauben schenken, werden die neuen MacBook Pros nicht so schlank sein wie das Air.
    foto: macx.con

    Darf man den auf einer chinesischen Website aufgetauchten Fotos allerdings glauben schenken, werden die neuen MacBook Pros nicht so schlank sein wie das Air.

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