World of Warcraft-Entwickler: "Wir spielen auch gern Warhammer"

13. Oktober 2008, 11:22
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Chef-Entwickler J. Allen Brack über Konkurrenz wie Warhammer, die neue Heldenklasse und die Zukunft des Online-Rollenspiels

Mit Wrath of the Lich King soll voraussichtlich im November die nächste Erweiterung des erfolgreichen Online-Rollenspiels World of Warcraft erscheinen. Das Original, das 2004 veröffentlicht wurde, bringt dem Publisher Blizzard Schätzungen zufolge rund 100 Millionen US-Dollar monatlich ein. Rund 10,9 Millionen Mitglieder sollen sich im WoW-Universum tummeln. Mit dem neuen Titel soll an diese Erfolge anknüpft werden.

Kein Konkurrenz-Kampf

World of Warcraft wird als Cash-Cow der Online-Rollenspiele gefeiert. Mit der Veröffentlichung von Warhammer Online bekam WoW erstmals seit seinem Release ernsthafte Konkurrenz. An der Entwicklung von Wrath of the Lich King habe das jedoch nichts geändert, so Chef-Entwickler J. Allen Brack in einem Gespräch mit Wired. Er begrüße die Entwicklung weiterer, ähnlicher Games. In seinem Team gebe es auch mehrere Warhammer-Spieler.

Je mehr Games, desto besser

Es gebe keinen Konkurrenzkampf. Vielmehr stehe in Vordergrund, Spiele zu entwickeln, die Spaß machen. Und als Gamer freue er sich darüber, wenn mehrere solcher Games auf den Markt kämen, versichert Brack. In seinem Team würde auch Dungeons & Dragons, Lord of the Rings Online oder Age of Conan gespielt. "Ich bin persönlich sehr gespannt, woran Valve gerade arbeitet und ich spiele sehr viele Multiplayer Games", so Brack. Von Valve stammen etwa Klassiker wie Counter Strike und Half Life.

Neuer Todesritter

Mit Wrath of the Lich King wird erstmals die Klasse "Todesritter" eingeführt, der als Multitalent und erste Heldenklasse in WoW gilt. Laut Brack habe es unter den Spielern den Wunsch gegeben, Aufgaben vor allem in kleinen Teams auch mit weniger spezialisierten Klassen lösen zu können. Der Todesritter könne daher mehrere Rollen übernehmen. Das sei aber auch bei anderen Klassen der Fall, Druiden könnten etwa vier Rollen übernehmen. Es sei jedenfalls nicht geplant, mit dem Todesritter eine, alle andere beherrschende Klasse einzuführen. Außerdem sollen in Zukunft weitere Heldenklassen hinzukommen.

Blick in die Zukunft

Nach Wrath of the Lich King werde man sich auf die Uldar-Schlacht konzentrieren, die am 25-Spieler-Modell am Sturmgipfel angesiedelt sein soll. Es werde dafür auch neue Quests geben. Konkrete Details dazu gebe es aber noch nicht. Das ganze Team sei derzeit auf die Fertigstellung des Lich Kings konzentriert. Insgesamt würden über 140 Personen an WoW arbeiten.

Wie lange Word of Warcraft existieren soll, wissen die Entwickler noch nicht. Man konzentriere sich immer nur auf die nächsten zwei Jahre, so Brack. Entscheidungen über die zukünftige Entwicklung würden stark von der nächsten Erweiterung abhängen. Blizzard sei aber dafür bekannt, den Support für Produkte sehr lange aufrecht zu erhalten. (red)

  • WoW: Wrath of the Lich King soll voraussichtlich im November erscheinen
    foto: blizzard

    WoW: Wrath of the Lich King soll voraussichtlich im November erscheinen

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