Laut US-Medienberichten - Beide Konzerne halten zusammen rund 35 Prozent des US-Automarktes - Angeblich auch Gespräche mit Ford
New York - Der größte amerikanische Autokonzern General Motors erwägt laut US-Medienberichten einen Kauf des Konkurrenten Chrysler. Über den Stand der Gespräche gab es aber widersprüchliche Angaben. Die "New York Times" berichtete am Samstag, die Chancen für einen Deal stünden bei 50 Prozent. Im "Wall Street Journal" hieß es hingegen, die Gespräche ruhten derzeit wegen der ausufernden Finanzkrise, könnten aber rasch wieder aufgenommen werden. Die beiden Autohersteller prüften, ob sie vereint besser durch die Krise am US-Automarkt kommen können.
Bei einem Zusammengehen des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) mit der ehemaligen Daimler-Tochter Chrysler würde der mit Abstand weltgrößte Autokonzern entstehen. GM war an der Spitze erst in diesem Jahr erstmals knapp von Toyota überholt worden. Für den US-Automarkt wären die Auswirkungen noch gravierender: Statt drei gäbe es nur noch zwei große amerikanische Autohersteller. GM und Chrysler halten zusammen rund 35 Prozent des US-Automarktes.
Auch Gespräche mit Ford
General Motors hat laut einem Zeitungsbericht in den vergangenen Monaten auch eine Fusion mit dem Konkurrenten Ford sondiert. Ford habe die Gespräche jedoch bereits in einem sehr frühen Stadium abgebrochen, berichtete das "Wall Street Journal" am Sonntag in seiner Online-Ausgabe.
Nissan und Renault
Sollten die Gespräche mit GM scheitern, würde sich der aktuelle Chrysler-Eigentümer, der Finanzinvestor Cerberus, wahrscheinlich an Nissan und Renault wenden, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Verhandlungskreise. Renault und Nissan befinden sich bereits in einer Allianz und werden beide von Carlos Ghosn geführt. Er hatte vor einigen Jahren bereits über eine Partnerschaft mit GM verhandelt. (APA/dpa/red)