Ankara will mit kurdischer Autonomieregierung im Irak verhandeln

10. Oktober 2008, 21:16
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"Ziel ist gemeinsamer Kampf gegen gemeinsamen Feind"

Istanbul - Die Türkei will im Kampf gegen die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK direkte Gespräche mit der Autonomieregierung der irakischen Kurden aufnehmen. Ziel sei ein gemeinsamer Kampf gegen einen gemeinsamen Feind, berichtete der Fernsehsender CNN-Türk am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise in Ankara weiter. Die Bereitschaft zu Verhandlungen bedeutet einen politischen Kurswechsel, weil Ankara die Autonomieregierung der irakischen Kurden bisher gemieden und sie beschuldigt hat, die PKK zu dulden.

Die PKK hatte am Freitag vor einer Woche aus dem Nordirak einen türkischen Grenzposten überfallen. Bei stundenlangen Gefechten waren 42 Menschen getötet worden, darunter 17 türkische Soldaten. Unterdessen hat das türkische Parlament der Armee für ein weiteres Jahr grenzüberschreitende Kampfeinsätze gegen die PKK im Nordirak erlaubt.

Krisensitzung

Der jüngste PKK-Angriff war Mitte der Woche auch Thema einer Krisensitzung des irakischen Präsidenten Jalal Talabani und des Präsidenten der Autonomieregion, Massud Barsani. Die beiden Kurdenpolitiker erklärten nach dem Treffen, sie lehnten die "Sabotageakte" der PKK ab und seien an einer Vertiefung der Beziehungen zwischen dem Irak und der Türkei interessiert.

Türkische Kampfflugzeuge haben an der irakischen Grenze eine Gruppe von Kämpfern der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK angegriffen. Die Bewaffneten seien auf diese Weise daran gehindert worden, in die Türkei einzudringen, zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu an Freitag den Generalstab. Es habe auf Seiten der PKK Tote gegeben. (APA/dpa)

 

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