Schönes Wien, hässliche "Baustellen"

10. Oktober 2008, 19:06
7 Postings

Das Prater-Debakel, im Bildungssektor und ebenso das Thema Migration

Wien - Die Bundeshauptstadt ist gut verwaltet. Das wiederholt nicht nur die allein regierende Wiener SPÖ wie ein Mantra. Auch die Rathaus-Opposition muss das immer wieder zähneknirschend zugeben.

Wien liegt in vielen Rankings europäischer Städte auch stets auf den vorderen Plätzen, sei es in der Lebensqualität (Platz 4), als beliebter Firmenstandort (Platz 6) oder als Ziel des Kongress-Tourismus (Platz 1). Wien als sichere Stadt mit einem immer größer werdenden Pool an Kreativen gewinnt als Drehscheibe zwischen Ost und West an Bedeutung.

Doch auch hier, wo alles scheinbar perfekt funktioniert, sind die Baustellen - im konkreten und übertragenen Sinne - kein Suchbild, sondern offensichtlich. Beispielsweise das Prater-Debakel, bei dem der Auftragnehmer Konkurs anmeldete und die Stadt mit 7,9 Millionen Euro den Schaden wieder gutmachen muss.

Oder im Bildungssektor: Noch stehen die Standorte für die neue Mittelschule nicht fest. Und in der Sportstadt Wien werden die "Baustellen" quasi zu Hürden im Hürdenlauf. Auch in nächster Zeit wird die Untersuchungskommission zu Missständen in der Psychiatrie die Fraktionen beschäftigen. Ebenso das Thema Migration: Wie die Stadt Probleme in diesem Bereich löst, wird 2010 wohl wahlentscheidend sein. (mil, DER STANDARD Printausgabe, 11./12.10.2008)

 

  • In der Hauptstadt wird beim Bauen oft zu wenig auf die Kosten geschaut:
Ob in der Künette...
    foto:standard/corn

    In der Hauptstadt wird beim Bauen oft zu wenig auf die Kosten geschaut: Ob in der Künette...

  • ...oder auf dem Pratervorplatz. 
    foto:derstandard.at/gedlicka

    ...oder auf dem Pratervorplatz. 

Share if you care.