"Die letzte Hoffnung auf einen Glanz"

10. Oktober 2008, 17:00
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    foto: standard/fischer

    Schriftsteller Franz Schuh liest aus der Finanzkrise ab, dass sich "das System" mangels Feindes von außen durch Selbstüberschätzung und Hybris zum eigenen Feind geworden ist.

Philosoph Franz Schuh sieht im Kapitalismus den Versuch, der elenden Endlichkeit zu entfliehen - Ein STANDARD-Interview

Was Udo Lindenberg mit den Ärmelaufkremplern der Finanzwelt gemein hat und warum Letztere vergeblich nach Glanz gieren, das besprach Schuh mit Renate Graber.

***

STANDARD: Ich will mit Ihnen über Finanzkrise, Gier und Vergänglichkeit von Geld nachdenken ...

Schuh: Das können wir ja tun ...

STANDARD: Sie schreiben, es gehe "nicht darum, das Durcheinander in der Welt zu beseitigen, sondern ihm Glanz zu verleihen" . Wie verleiht man den chaotischen Zuständen auf den Finanzmärkten Glanz?

Schuh: Das ist kein Durcheinander, das ist die andere Seite der Ordnung. Wenn sich eine Ordnung nach der eigenen Regel nicht bewährt, ist das noch lange kein Durcheinander. Das wahre Durcheinander im Sinne einer Anarchie, Herrschaftslosigkeit ist nicht durch die Zerstörung einer ach so geliebten Ordnung erreichbar.

STANDARD: Für jemanden auf der anderen Seite ist das, was sich da abspielt, also die und in Ordnung?

Schuh: Es gibt bei allen Ordnungszerstörungen Leute, die gewinnen. Jedenfalls ist diese Form der Unordnung nicht die, der man unbedingt Glanz verleihen sollte; täte man es, wäre es die plumpeste Art von Ideologie. Wobei: Es herrscht ein großes Bemühen, dieser Art von Unordnung Glanz zu verleihen. Mich hat im Fernsehen einer dieser geschniegelten Ärzte beeindruckt, der mitten in der Krise, auf sein Geschäft vertrauend, gerade eine Schönheitschirurgie-Station eingerichtet hat ...

STANDARD: Sie schauen gern fern, das war in den "Seitenblicken" ...

Schuh: Ja, da sagte der Arzt: Daran muss man sich wohl gewöhnen, dass Gesundheit etwas kostet, Schönheit kostet sowieso. Mich tröstet eines: Was immer der Herr Doktor Euros aus seinem Unterfangen schöpft, wie immer er selbst schöner, weißgrauer wird, seine Anzüge immer eleganter werden: Es wird ihm nicht gelingen, wirklich Schönheit in die Welt zu bringen. Und das ist die letzte Hoffnung auf einen Glanz, den der Luxuspöbel nicht zur Verfügung hat.

STANDARD: Der Glanz dessen, was nicht käuflich zu erwerben ist?

Schuh: Es gibt Dinge, die sich sogar der Geldwirtschaft entziehen, nach der die Vertreter dieser Geldwirtschaft aber gieren. Herr Ackermann ...

STANDARD: (deutet "Victory" )

Schuh: ... möchte im Glanze erscheinen, viele seiner Gesten sind aber nicht so elegant, wie er glaubt. Die Gesten entsprechen, wie die Schönheit des Chirurgen, Konventionen, die das System hervorbringt, die als Eleganz und Schönheit gehandelt werden; sie sind aber gar nicht schön und gar nicht elegant.

STANDARD: Wonach giert die Finanzwelt noch?

Schuh: Die Geschichte mit der Gier ist nicht so einfach.

STANDARD: Es ist doch simpel: Die Gier ist ein Luder.

Schuh: Gier ist eines dieser fatalen Wörter, die dazu dienen, andere damit zu bezeichnen, man selbst ist vollkommen frei von jeder Art der Gier. Anthropologisch gesehen, ist Gier nichts anderes als eine der unendlich vielen Perversionen von Lebendigkeit, in der wir auf unsere Triebhaftigkeiten zurückverwiesen sind. Die lassen sich in Konfliktsituationen nicht gesund ausleben, so entstehen Ablenkungen, Fixierungen, Neurotisierungen; die Gier ist eine davon. Was mich an der Gier bei der Finanzkrise packt, ist, dass sie Abstraktionen gilt. Es ist die Gier nach nichts Konkretem, die Gier in einem Wirtschaftssystem, in dem Arbeit und Geld einander nicht direkt zugeordnet sind, nur Konstruktionen gibt es da. Bei dieser Gier geht es nicht um die reale Wirtschaft, sondern um Ziffern, um Zahlen der Finanzmärkte.

STANDARD: Die berühmte Trennung der Finanz- von der Realwirtschaft?

Schuh: Ja, nehmen wir das Ideal des Gegenteils, die Onedin-Linie: Da kommt Herr Onedin und denkt: Jetzt bin ich schon aus Liverpool, was mach ich in dieser furchtbaren Stadt? Er kauft ein Schiff, setzt sich selbst drauf, kämpft um jede Ladung, und fällt etwas ins Meer, dann weiß er: Jetzt habe ich die Arschkarte. Gelangt er in den Hafen, wird die Fracht gelöscht, und er bekommt sein Geld dafür. Diese konkrete Anschaulichkeit von Tätigkeit, von Arbeit, dieses Unternehmertum - das ist das eine. Die Gier, wenn sie in den Abgrund der Abstraktionen investiert wird, ist das andere.

STANDARD: Wobei: Jetzt wird das Abstrakte konkret: Jene Amerikaner machen Gewinne, die leere Grundstücke haben, aus denen sie Parkplätze machen für die, die mit Abstraktem alles verloren haben und jetzt in ihren Autos leben.

Schuh:  Irgendwann wird aus dem Abstrakten das Konkrete. Ich sehe in dieser anstrengenden Veranstaltung Kapitalismus, in der Flucht in die Abstraktion, einen Versuch, der elenden Endlichkeit zu entfliehen. Jetzt fallen sie alle wieder zurück, ins Ideal Onedin-Linie. Denn das Spiel, das da im Element des Reichtums der menschlichen Armseligkeit gespielt wird, geht eben nicht über gewisse Grenzen. Nichts anderes aber wird getan, als versucht, diese Grenzen zu überschreiten, und dann, wenn die Übertretung zu weit geht, beginnt die moralische, politische Frage: Wie kommen die anderen dazu?

STANDARD: Onedins und Matrosen?

Schuh: Ja, wobei sich die Matrosen am kapitalistischen System mit ihren Hoffnungen beteiligt haben. Sie haben selbst von Schulden gelebt und sich vom Fernsehen ununterbrochen die Börsennachrichten vorlesen lassen: die Einübung ins System. Und jetzt landen sie auf den Knien und beten zu Gott, dass wenigstens ihre Sparbücher sicher sind.

STANDARD: Der Staat erhört ihr Flehen und haftet. Staat statt Religion?

Schuh: Nein, der Staat erfüllt auf diesem Klettersteig durchs Leben die Funktion der Haltegriffe, die Religion ist für den transzendenten Zug der Menschen zuständig, und den haben sie alle. Schauen Sie nur Popgruppen an, die treten auf, als würden sie nie sterben ...

STANDARD: Madonna ...

Schuh: ... oder Udo Lindenberg. Er sieht aus, als stünde er kurz vorm Krebstod, aber seit ewig sieht er so aus. Das Bedürfnis nach Transzendenz steckt auch in diesen Ärmelaufkremplern im Finanzsystem.

STANDARD: Die aus der Bawag-Werbung. Sie sprachen von Grenzen, wer soll die ziehen, der Misserfolg?

Schuh: Ach, dass alles seine Grenzen hat, weiß vielleicht Pater Karl hinter seinen Klostermauern. Das System erkennt das vom Prinzip her nicht an. Doch das ist egal, denn die Ketten des Irdischen hängen an uns allen.

STANDARD: Manager und Politiker zieht es in den Ferien gern ins Kloster.

Schuh: Geschieht auch umgekehrt, in Bayern warten Äbte wie die Blutsauger auf den nächsten Manager. Sie wissen genau: Die gehen in ihrem irdischen Materialismus zu weit, die kriegen wir in unsere Fänge. Und sie kriegen sie.

STANDARD: Die Patres mit Dollarzeichen in den Augen, die Manager mit Heiligenschein an den Börsen?

Schuh: Austausch der Insignien.

STANDARD: Wie erklären Sie sich, dass die Grenzen nun erreicht sind?

Schuh: Es ist nie gut, wenn ein einziges System herrscht. Gibt es ein Gegensystem - politisch gesagt, einen Feind -, so gibt es eine Grenze von außen. Ohne Feind entwickeln sich die Systeme durch Selbstüberschätzung, Hybris, Hervorbringung der eigenen Absurditäten zum eigenen Feind, ein selbstzerstörerisches Potenzial.

STANDARD: Womit wir bei 1989ff wären, beim Kommunismus.

Schuh: Der Witz ist, dass der Kommunismus offenkundig nicht wirklich der Feind war, sondern nur die Vorstellung davon. Die Realität war ja weitaus mickriger.

STANDARD: Heute ist der Terrorismus unser Feind.

Schuh: Aber er ist keine Wirtschaftsordnung, beschränkt das System daher nicht wirtschaftlich.

STANDARD: Sie sagten vorhin, auch die Matrosen hätten auf Pump gelebt. Ist "das Volk" selbst schuld, dass es jetzt in der Krise steckt?

Schuh: Die Moralpredigten an die Massen - "Ihr habt auf Pump gelebt, was wundert ihr euch, wenn die Banken eingehen" -, die gibt es in der Tat. Ich halte sie für das Niederträchtigste, was in der jetzigen Situation laut wird.

STANDARD: Wird die Spendenfreude nun enden? Sie sagen ja: "Selbst die ärgsten Gierschlunde haben Interesse, nicht ungütig zu erscheinen."

Schuh:  Menschen treten gekleidet an die Öffentlichkeit, die Nacktheit ist nur in Sekten und bei bestimmten Badegelegenheiten Usus. Es gibt auch moralische Bekleidungen und Moden, und so lange man Überschüsse hat, vielleicht mit steuerlichen Erleichterungen, ist man bereit, das Kleid der Güte zu tragen. Aber es ist damit wie mit der Schönheit vom Chirurgen: Gütig werden die nicht. Und wenn sie noch so viele Millionen in die Salzburger Festspiele pumpen: Sie rücken dem Kern des Künstlerischen nicht nah. Die Drehpunktpersönlichkeit der Festspiele...

STANDARD: ... Frau Rabl-Stadler, Inhaberin eines Couture-Salons ...

Schuh: ... weiß das - wahrscheinlich - genau.

STANDARD: Beunruhigt Sie selbst, der "im Prekariat lebt" , die Krise?

Schuh: Ich bin ein furchtsamer Mensch. Leute wie ich sind früher unter entsetzlichen Umständen zugrunde gegangen, ich kann über mich wenigstens sagen: Einige Jahre habe ich glücklich gelebt. Aber wir können noch Hoffnung haben.

STANDARD: Sie sagen, "Erfolg" brauche keine teleologische Zuordnung, "Schaden" schon. Wer wird aus dem Schaden aus der Krise klug?

Schuh: Das ist eine ornithologische Frage: Wer wird wie Phönix aus dieser Asche entstehen? Man weiß es nicht, aber es gibt schon einige, die hoffnungsvoll auf das Unglück der anderen setzen.

STANDARD: Politisch ausgedrückt?

Schuh: Die Einrede des Populismus und Rechtsextremismus wird funktionieren. Es wird das Gefühl entstehen, dieser einfache Knoten von Problemen, der aber aus komplexen Verstrickungen geschnürt ist, sei einfach zu lösen. Da werden politisch die absahnen, die sagen, das sei einfach zu lösen, die, deren Extremismus Durchschnitt werden wird: die Rechtspopulisten.

STANDARD: Worum geht's im Leben?

Schuh: Genau um solche Fragen. Und darum, dass man im Horizont dieser Fragwürdigkeit ein Leben führen kann, das einem so weit gelingt, so weit eben ein Leben gelingen kann. Grundsätzlich gilt: Carpe diem. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11./12.10.2008)

Zur Person

Franz Schuh (61) versteht sich als "Wortsteller". Gemeinhin wird er als Autor und Philosoph bezeichnet; er setzt sich intensiv mit dem Begriff Glück auseinander. Der Krimifan wuchs in Wien-Fünfhaus auf, sein Vater war Polizist und Preisboxer. Schuh ("Ich lebe in der Nische des Prekariats") hat Philosophie, Germanistik, Geschichte studiert, war Ende der 70er-Jahre Generalsekretär der Grazer Autorenversammlung. Er lebt, denkt, schreibt in der Wiener Innenstadt.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 124
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Hans Ha
22
12.10.2008, 19:17
besser Kapitalismus

besser Kapitalismus als Staatswirtschaft.
Den die Staaten haben diese Krise mit dem extremen entgleisen der Geldmenge, und der dadurch niedrigen Verzinsung, und der damit einhergehenden übermässigen Verschuldung, erst verursacht. Und jetzt tun sie, als ob die Kapitalisten schuld wären!!!

pepitant
00
7.11.2008, 13:13
Das "mit dem extremen Entgleisen der Geldmenge"

ist doch ein von der FED unter Greenspan verursachtes Problem, und die ist seit Woodraw Wilson nicht mehr staatlich.
Nicht die Geldmenge ist das Problem, sondern die Art der Resourcenverteilung dieser Welt. Dass eine offizielle NATO-Doktrin darin bestehen kann, Interessen der NATO Mitglieder, u. a. Ansprüche auf Rohstoffe in fremden Staaten, militärisch präventiv zu schützen, ist einer der Auswüchse des kapitalistischen Grundproblems, denn es bedeutet auf gerechte Werte gänzlich zu verzichten und das Recht des Stärkeren zu etablieren. "Wir", also die Hochfinanz GBs und der USA samt kontinentaleuropäischem und anderem willigen Anhängsel, sind besser bewaffnet. Durch das Verhältnis von rund 1 Mrd Menschen gegen 5,7 wird sich das ändern.

Onkel Hans D.
00
18.10.2008, 13:57


Die Staaten haben diese Krise nicht nur "entgleisen lassen" - sondern aktiv MITVERURSACHT!

Es waren die die beiden staatsnahen Institute Fannie Mae und Freddie Mac welche jahrelang zu völlig unfassbaren Konditionen Hypothenkredite vergeben haben - begonnen hat das Ganze in den 1990er Jahren - zu Zeiten Bill Clintons...

pepitant
00
7.11.2008, 13:42
Woran machen Sie denn

die "Staatsnähe" der beiden großen Hypothekenanstalten fest ? Was ist in den beiden Instituten anders gelaufen als in den nun Stützen benötigenden Privatbanken ?
Dieses System musste versagen, weil alle jene Banken, die solide arbeiten wollten, auf Grund der niedrigeren, weil risikoärmeren Rendite jene Kunden verlieren, die wegen ein paar Zehntel Prozent mehr Gewinn jederzeit, im Vertrauen darauf, dass bei Bedarf der Steuerzahler einspringt, die Bank wechseln. Das zwingt Banken, ihre Risiken zu erhöhen, die wiederum nicht nur an gierige Bankkunden, sondern auch an Steuerzahler weitergegeben werden. Folglich subventionieren Leute Sparguthaben, die sie für sich selbst gar nicht erwirtschaften können.
Na ja, mit der Kultur ists genauso.

Nick Tameer
11
12.10.2008, 19:32

Ja, und die Staaten haben außerdem versäumt, sicherzustellen, dass sich das extreme Entgleisen der Geldmenge in MEINEM Portemonnaie niedergeschlagen hätte. Ich bin echt total enttäuscht.

FloW ERlebnis
03
12.10.2008, 14:34
Wieder einmal ein großartiges Interview von Frau Graber!


Meiner Meinung die beste Gesprächsführerin in österr. Printmedien, und wohl auch unter deutschsprachigen Medien!

Und man merkt auch leider, dass man sich in einem Wirtschaftsforum befindet, bei vielen Postings hier zu den Ausführungen von Franz Schuh...

Flavio Maffia
00
12.10.2008, 12:52

man sollte stets die dummheit für sich arbeiten lassen....
nach diesem universalen Gesetz bedeutet das, dass man das unterstützen muss was zugrunde geht, gg...

Flavio Maffia
00
12.10.2008, 12:51

Also ich persönlich sehe die Ziele in dieser Finanzkrise als erreicht an ;-)

Wem nützen sie? gg...

jedenfalls finde ich, dass es zeit wird diese Krise unter Kontrolle zu bringen, denn es ist erst der Anfang liebe leute.
Und warum sollte man absichtlich seinen Lebensraum zerstören?
ein bisschen sollte man schon an die zukunft denken.
Der Kapitalismus hat ausgedient, dennoch wird es sicherlich keinen radikalen umbruch geben.
denn der Mensch ist was er ist.
geduld ist eine tugend.
die einzige Frage die man sich stellen sollte ist, wieviel mit der alten Ordnung zugrunde geht.
zb. liquidität fördern ala americanus ;-)
was für eine grausame selbstjustiz ;-)
logisch versucht man alles hinauszuzögern, das ist nicht das erste mal...

william bonney
52
12.10.2008, 10:50
ein wichtigmacher

Tetsuwan Atomu
73
12.10.2008, 08:14

Ich habe nicht gewußt, dass schweinhaxnessen zu antikapitalistischen Sinnierungen führt.

Der Kapitalismus wird in Amerika und Britannien problemslos überleben.

Ob in Kontinentaleuropa bald wieder braune oder rote Horden auf der Suche nach geeigneten Volks- und/oder Klassenfeinden marschieren werden, ist eine andere Frage.

pepitant
00
7.11.2008, 13:54
Naja, anderswo tragens halt weisse Kapuzen

und stellen brennende Kreuze auf. So unterschiedlich ist die Einstellung von US-amerikanischen, deutschen oder russischen Nazis nicht. Und die Angelsachsen haben immer schon Politik durch Bestechung, Betrug und andere moralisch unfeine Vorgangsweisen betrieben, und auch, wenn das nicht groß publiziert wird, die Menschen, insbesondere gebildete, wissen das und grad die werden normalerweise, ok, von Mrs. Palin abgesehen, für entscheidende Ämter nominiert.

Heiner Hanenkamp
00
12.10.2008, 12:54

Die meisten Fettleibigen, Tetsu, leben bekanntlich den USA.

Heiner Hanenkamp
00
12.10.2008, 13:05

(in den USA).

Genauer: Zwei von drei US-Bürgern sind übergewichtig. Schlechte Nachrichten für den US-Kapitalismus.

Maria Feigl
01
12.10.2008, 10:28

Ihre ideologisch verblendeten Kommentare sind wirklich das Dümmste, was es so unter den Kommentaren zu lesen gibt. Sie als alter Apologet des Kapitalismus sind wohl ein Wunderwuzzi, der in die Zukunft sieht, oder?

pater hirni
00
12.10.2008, 09:58
aber du lebst immer noch in favoriten.

und heißt rene pospischil.

EU-phorie statt EU-phobie
15
12.10.2008, 07:04
schuh ist ein sympathisches beispiel eines

weltfremden kaffeehausphilosophen mit hang zu verqueren, unverständlichen formulierungen.

nachholer
04
12.10.2008, 15:36
man muss es ja nicht lesen

wenns einem zu schwierig ist, noch dazu fehlt ein anpassung des sprachbilds für jene menschen, denen eher die einfachen formulierungen liegen, wir leben ja schließlich in einer einfachen welt.

Der Ruhestifter
 
00
12.10.2008, 20:50
Mir Simpel ist die 'wirkliche Schönheit' halt zu kompliziert

Zum Beispiel die wirkliche Schönheit des Abschlachtens von Kindern: 'Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmet und zerschmettert sie an dem Stein.' Das ist nicht aus einem Splatterfilm, sondern ein Psalm, also wirklich schön; übrigens von Schütz in einer Weise vertont, die auch ich als schön empfinde.

Wer die Schönheit des Abschlachtens von Kindern nicht erkennt, sondern das als perverse Phantasie eines Sadisten interpretiert, könnte wegen Herabwürdigung religiöser Lehren belangt werden. In diesen schlimmen, profanen Zeiten, in denen Chirugen vorgeben, Schönheit in die Welt zu bringen, ist das eher eine theoretische Gefahr. Aber bevor der pöse Kapitalismus die wahren Werte korrumpiert hat, konnte man am Scheiterhaufen landen. Schön, nicht?

pepitant
00
10.11.2008, 07:32
Der Kapitalismus hat also

den Scheiterhaufen bezwungen ?

Das ist ein Sprung mit Anlauf auf der Verblödungsskala, den man nur mit dem Bezug von Geschichtskenntnissen aus US-Amerikanischen Fernsehserien zu erklären vermag.

Der Ruhestifter
 
00
10.11.2008, 19:06
Ihnen scheinen einige Kopfsprünge gelungen zu sein

- sonst würden Sie nicht so blödsinnig herumpöbeln.

Tatsächlich hat natürlich nicht einfach der Kapitalismus den Scheiterhaufen bezwungen, sondern Aufklärung, Skepsis und naturwissenschaftliches Denken haben in den zivilisierten Ländern jene Traditionen brutaler Repression (teilweise) überwunden, welche Scheiterhaufen errichten, Steinigungen veranstalten und ähnliches mehr. Parallel dazu wurde das ökonomische System des Feudalismus durch jenes des Kapitalismus ersetzt. Beide Entwicklungen haben damit zu tun, dass dopplemoralinsaures Geschwätz von 'wirklicher Schönheit' und 'wahren Werten' und dergleichen skeptischer gesehen wird. Dass simple Gemüter wie Sie dahinter amerikanische Fernsehserien vermuten, mag Ihnen ein Trost sein.

EU-phorie statt EU-phobie
01
12.10.2008, 18:24
man kann sich auch verständlich ausdrücken,

ohne banal zu sein.

diese gezwirbelte rhetorik hat nichts intellektuelles. und durchblicker wie du haben nichts verstanden.

hoi polloi
03
11.10.2008, 22:49
was wäre krass?

jetzt auf der standard-investor seite mit einem investmentfond zu werben.

janosch83
00
12.10.2008, 17:05

was wäre noch grasser: wenn der fond vom julius wär.

_mas_arte
21
11.10.2008, 22:22
Der Phettberg hat sich die Haare gschnitten?!!

Mario Rehulka
83
11.10.2008, 16:09
Schon wieder so einer.

Finanzwirtschaft IST Realwirtschaft, kein Lehrbuch und kein seriöser Wissenschafter hat jemals etwas anderes behauptet. Aber für den Ungebildeten ist Finanzwirtschaft "abgehoben" und die Märkte sind "chaotisch". Was wir nicht verstehen, kommt uns eben erratisch vor. Der Kapitalismus wird wiederauferstehen weil er auf den stärksten Trieben des Mensch fusst: Angst und Gier. Der Mensch ist nicht gut und sozial und der Wiener Kaffehausphilosoph wird das nicht ändern.

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