Österreich steht zum Verkauf

8. Oktober 2008, 15:05
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Und sowieso die ganze Welt - Community-Portal WhatsYourPlace lädt zum Grundstücksverkauf ein - Der Wiener Prater ist schon weg

Der Wiener Prater ist schon im Privatbesitz, Mozarts Geburtshaus wechselt den Besitzer und Kärnten wird hektarweise verkauft – das ist Realität auf dem neuen Community-Portal WhatsYourPlace. Hier können Mitglieder auf Google-Maps-Basis jeden Ort der Welt symbolisch besitzen und virtuell illustrieren. Der Hektar virtuelles Land kostet einmalig 9,95 Euro, der Landbesitz ist zeitlich unbegrenzt und die Mitgliedschaft ist kostenlos. Nachdem WhatsYourPlace seit einem knappen Jahr in Deutschland erfolgreich läuft und bereits über 7.000 Hektar verkauft wurden, feiert das Portal mit der Internetpräsenz www.whatsyourplace.at jetzt den Launch in Österreich, heißt es in einer Pressemitteilung der Betreiber.

Was macht man mit einem virtuellen Grundstück?

Der erworbene Platz über eine separate URL mit "Grundbucheintrag" nach außen darstellen. Und zwar exklusiv, denn nur der jeweilige "Landbesitzer" hat das Gestaltungsrecht für seine Parzellen. Ermöglicht werden unter anderem der Upload eigener Bilder, die Markierung einzelner Punkte auf der Karte, die Eingabe von Texten inklusive Links auf externe Web-Ressourcen und das Speichern von Zeitpunkten. Letzteres dient zum Beispiel dem Terminieren und Schildern eigener Erlebnisse, die mit dem Platz verbunden sind. Der Spaß und der Austausch der Mitglieder stehen dabei im Vordergrund. Die Mitglieder pflegen nicht nur die Grundbucheinträge ihrer eigenen Plätze, sondern reagieren auch intensiv auf die Käufe und Inhalte anderer Mitglieder – via Kommentar auf dem fremden Grundbuch oder über direkte Kontaktaufnahme.

Gemeinschaft

Durch diese soziale Funktionslandschaft versteht sich WhatsYourPlace als Community. Im Unterschied zu anderen Community-Plattformen geht es auf WhatsYourPlace nicht darum, wer oder was man ist, sondern um die eigenen Ländereien. "Der gemeinsame Bezug zu einem bestimmten Ort bildet die unkomplizierte Gesprächsgrundlage", erläutert Geschäftsführer Tobias Lampe. Mittelfristig möchte die Plattform die erste Anlaufstelle für alle Onliner werden, die Freude daran haben, einen bestimmten Ort nach außen darzustellen. So soll eine Weltkarte entstehen, die sich hektarweise auf die Mitglieder verteilt und mit deren Erlebnissen, Meinungen und Emotionen gefüllt ist - ein Facebook für Grundstücke.

Promis

Einige prominente Grundstücksbesitzer sind schon eingezogen. Beispielsweise hat die Piratenpartei Österreich das Museumsquartier in Wien erworben, "um davor zu warnen, Kunst und Kultur zu Sklaven der Verwertungsgesellschaften verkommen zu lassen, und Kreativität durch engstirnige Gesetze im Keim ersticken zu lassen. (red)

  • Das Museumsquartier gehört der Piratenpartei.

    Das Museumsquartier gehört der Piratenpartei.

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