Webtipp: Vom Kreißsaal direkt in die Kinderkrippe?

8. Oktober 2008, 12:26
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Der Grazer Bürgermeister Nagl sieht den Grund für Aggression bei Kindern in der angeblichen Absenz der Eltern - Frauenstadträtin Edlinger gibt ihm dafür in ihrem Blog Saures

Dass sich der Grazer Bürgermeister Nagl um Familienstrukturen und speziell um Kindesentwicklung Gedanken macht, weiß man bereits von seiner Forderung nach einem "Elternführerschein". Aussagen, dass "die Mütter ihre Kinder in der Kinderbetreuung abgeben und dann rauchend im Kaffeehaus sitzen" sind auch noch in Erinnerung.

So auch der Grazer Stadträtin für Soziales, SeniorInnen und Frauen, Elke Edlinger. Sie hat sich in ihrem neuen Blog dem Thema angenommen und beleuchtet Nagls wiederholte Absichtserklärungen, die Familien zu reparieren. Sein letztes Statement bezüglich eines angeblichen Mangels an sozialer Kompetenz bei Kindern sowie deren steigende Aggressionsbereitschaft wurde in der sonntäglichen Ausgabe des Grazers, einer Gratis-Wochenzeitung, gedruckt, schreibt Edlinger: "Für viele Kinder geht's vom Kreißsaal direkt in die Kinderkrippe und dann in den Hort. Ihre Eltern bekommen sie aber nur selten zu Gesicht. Nur: Wo sollen denn die Kinder lernen, was wir von ihnen erwarten, außer bei den Eltern?", zitiert sie Nagl in ihrem Blog.

"Keine Zeit für eigenen Nachwuchs"

Ihre spitzen Ausführungen dazu: "Seltsamerweise ist mir allerdings auch nicht in Erinnerung, dass der Herr Bürgermeister, nachdem - es ist noch nicht all zu lange her - sein jüngstes Kind geboren wurde, sich angeschickt hätte, in Karenz zu gehen, um mehr Zeit für seinen Nachwuchs zu haben. Wie lernt ihr Sohn, was sie von ihm erwarten, wenn er sie eventuell nur selten zu Gesicht bekommt, Herr Bürgermeister?"

Edlingers ausführliche Argumentation lesen Sie auf ihrem Blog unter folgendem Link. (red)

  • Ist mit seinen Seitenhieben auf die unverantwortliche weil absente Elternschaft in der heutigen Zeit der Frauenstadträtin Edlinger ein "Nagl" im Auge: Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (hier mit Sohn Maximilian).
    Foto: APA/AP/Punz

    Ist mit seinen Seitenhieben auf die unverantwortliche weil absente Elternschaft in der heutigen Zeit der Frauenstadträtin Edlinger ein "Nagl" im Auge: Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (hier mit Sohn Maximilian).

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