Walter-Hallstein-Preis an Claudio Magris

Frankfurter Jury würdigt Einsatz für kulturellen Mitteleuropa-Gedanken

Frankfurt/Main - Der italienische Schriftsteller Claudio Magris erhält in diesem Jahr den mit 20.000 Euro verbundenen Walter-Hallstein-Preis. Damit würdigt die Jury nach Mitteilung vom Dienstag einen Literaten, der wie kaum ein anderer in seinem Werk einen kulturellen Mitteleuropa-Gedanken vertrete. Der Preis, den die Frankfurter Universität, die Stadt Frankfurt und die Dresdner Bank vergeben, wird am 10. November in Frankfurt überreicht.

Der Autor wurde am 10. April 1939 in Triest geboren und studierte unter anderem in Freiburg. Er gilt als einer der wichtigsten italienischen Germanisten und als brillanter Kulturpublizist. Neben wissenschaftlichen Arbeiten und politischen Essays veröffentlichte er Erzählungen und Kurzgeschichten.

Die Auszeichnung ist benannt nach dem ersten Präsidenten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), dem CDU-Politiker Walter Hallstein (1901-1982). Erster Preisträger war 2002 der Sozialwissenschaftler Ralf Dahrendorf, im vergangenen Jahr wurde der CDU-Europapolitiker Hans-Gert Pöttering ausgezeichnet. (APA/dpa)

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