Annäherungen an das große Glück

7. Oktober 2008, 19:38
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In der proppenvollen Halle E des Museumsquartieres referierte der Philosoph Konrad Paul Liessmann über das Glück im aristotelischen Sinn

Es ist ja nicht so, dass jene 700 Manager und Entscheidungsträger, die Montagabend der Einladung von KarrierenStandard-Chefin Karin Bauer zur traditionellen Standard-Karrierengala folgten, nicht ohnehin wüssten, dass Geld allein nicht glücklich macht. Aber da das Fest dem Motto "Glück" gewidmet war, konnte es (im Sinne des römischen "memento mori" für den siegreichen Imperator) nicht schaden, dies auch und gerade vor einer erfolgsgewohnten Klientel zu wiederholen.

Also referierte in der proppenvollen Halle E des Museumsquartieres der Philosoph Konrad Paul Liessmann über das Glück im aristotelischen Sinn - also über ein Leben in einer Umgebung aus Freiheit und Vernunft. Was Glück in Forschung und Wissenschaft ist, verriet dann die Glücksforscherin Vera Fischhof - schließlich hatte Standard-Gründer und -Herausgeber Oscar Bronner eingangs ja auch seine persönliche Glücksdefinition offenbart: Bronner hatte darauf verwiesen, dass "Glück" im englischen wahlweise mit "Luck" oder "Happiness" übersetzt wird. Und das nicht ohne Grund. Dass das eine vom anderen gar nicht so weit entfernt sein muss, zeigten dann Robert Palfrader und Florian Scheuba: Die Auszüge aus dem neuen Programm der beiden Kabarettisten trieben dem Auditorium Lachtränen in die Augen - und dass, wer sich vor Lachen windet, sich dabei gleichzeitig ganz unmöglich unglücklich fühlen kann, ist eine Binsenweisheit. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe, 08.10.2008)

 

 

  • Lachen macht glücklich: Palfrader, Bauer, Scheuba.
    foto: fischer

    Lachen macht glücklich: Palfrader, Bauer, Scheuba.

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