Huhn auf ligurische Art

5. November 2008, 17:00
foto: derstandard.at/ped
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Die kleingehackten Zwiebeln in Olivenöl kurz andünsten.

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Huhn, ligurisch

ist handfester
als Lamm, liturgisch

in der röhre wird ein hund gebraten

Wo sind sie denn?

Wo bleiben denn die üblichen Postings von jenen, die dank ihrer ligurischen Urgroßtante (väterlicherseits), welche dieses Rezept erfunden hat, die einzig gültige und glückseligmachende Zubereitungsform inklusive der unverzichtbaren auszutauschenden Ingredienzen kennt?

Ach ja - weiter unten.
Ich war wirklich schon besorgt.

Das kommt gerade vom Obermotzer himself!?

Welch Ironie!!!

Obermotzer gibt es nur nördlich
des Weißwurschtäquators.

ich persönlich mag kein lätschertre hendlhaut - also gekocht - ist ja wie coc au vin - bähhh :-)
wo ist ausserdem die gute suace/saft hingekommen?

Hendlhaut vorher entfernen

Wenn man die Hendlhaut vorher entfernt, ist es zwar etwas mehr Arbeit, aber dann hat sich auch dieses Problem gelöst.

Sehr gutes Rezept, übrigens, selbst wenn die Oliven andere sind und das Paradeismark durch die selbe Menge zerstoßene Pelati ersetzt wurde (Beweise werden nun genussvoll vernichtet.)

Wenn man die Hendlhaut vorher entfernt dann entfernt man auch 80% des Geschmacks.

"letschert" nach rechtschreibreform?

in stmk auch "latschet" und "letschet"
(selten "lentschet")

latschet??

waun i endli noch maria zell amol latschet,
is de wie a moslem der noch mekka hatschert...

funny styria...

Plädoyer für Bouillon

Ich krieg bei "Brühe" immer noch einen Lachkrampf. "Brühe" ist in unserem Sprachgebrauch doch immer etwas Unappetitliches.

Bitte, wenn unsere nördlichen Nachbarn unbedingt "Brühe" sagen müssen, vielleicht sind ihre Bouillons ja Brühen, was weiß ich...aber muss diese Zeitung dabei mitmachen? Zuviel deutsches Werbefernsehen in der Kindheit gesehen?

("Paradeismark" hab ich mir eh schon abschminken müssen, auch wenn ich's hübscher finde).

für mi ist und bleibt des a suppn.

Wie sollten aber weiter für....

..."Paradeiser" bzw. "Paradeismark" kämpfen, auch wenn manche "Tomatenmark" LECKER finden. :-))

Steigerungsform

Die Steigerungsform von Brühe ist gekörnte Brühe (hab ich aus einem deutschen Kochbuch).
Im Zweifelsfall sind in Deutschland (Bayern ausgenommen) klare Suppen Brühen - habe sechs Jahre im Rheinland verbracht, dort ist das Mitkochen von Rindfleisch in der Suppe weitgehend unbekannt.

Klar wie Kloßbrühe

Brühen als klare Suppen, mag sein;
eigentlich aber ist eine "klare Brühe"
eine contradictio in adiecto und kein Hendiadyoin.

Wenn schon küchenfranzösisch, dann nimmt man natürlich einen Fond!
Österreichischerweise könnte es auch einfach eine Suppe sein.

Na, ein Fond ist eine einreduzierte Suppe oder Brühe... ;-)

"Bouillon" ist natürlich ein urösterreichisches Wort, das uns die Franzosen irgendwann mal geklaut haben.

Darum geht's nicht. Ich assoziiere Bouillon maximal mit einer Stadt in den belgischen Ardennen oder dem Gottfried von dortselbst, aber nicht mit was Stinkendem.

Speisekarte spricht:

"Ich assoziiere Bouillon vor allem mit Ei."

Brühe

abgewertet für:
trübe Flüssigkeit, oft stinkend;
flüssiger Abfall.

Suppe
abgewertet für:
Nebel,
Schweiß,
Schlamm.

Sollte man das Tomatenmark nicht mit den Zwiebeln anschwitzen und dann erst mit der Suppe ablöschen, anstatt es erst nachher in die Suppe zu geben? Ich und Schubeck denken schon.

tomatenmark "rösten" macht einzig und allein zur "farbgebung" sinn. das aroma leidet.

das aroma leidet

Das Aroma leidet wegen dem Tomatenmark eh. Ich rieche Tomatenmark aus hundert Metern und würde ein Gericht mit Tomatenmark nie an meinen Gaumen lassen.

Armer Idiosynkratiker!

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