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In der Schule hatte Duey keine gemeinsame Basis mit seinen Lehrern. Durch Rap will er das bei seinen Schülern schaffen.
Detroit/Wien - "Um meinen Abschluss als Lehrer zu machen, musste ich einen Lehrplan entwerfen, also wollte ich sichergehen, dass er einzigartig wird. Ich beschloss, meinen Unterricht über Maßeinheiten in Form eines Rapsongs zu gestalten", so der US-amerikanische Mathematiklehrer Daniel Joseph Duey.Der junge Lehrer textet, auch für die Fächer Englisch, Naturwissenschaften und Geschichte. Duey erlangte seinen Lehrgenehmigung an der Eastern Michigan University, in dieser Zeit entstand auch die Idee zur Anwendung von Rapmusik in der Schule.
Seit eineinhalb Jahren hat der noch relativ junge Amateur-Rapper Leidenschaft und Beruf miteinander vereint und produziert nun mit seinem langjährigen Freund, Andrew Yando, der zudem sein Manager ist, Rapsongs, die dem leichteren Lernen von Unterrichtsstoff dienen sollen. "Als ich selbst zu Schule ging, konnte ich nur schwer Beziehungen zu meinen Lehrern aufbauen. Wenn man keine gemeinsame Basis mit seinen Schülern hat, entsteht auch keine gute Unterrichtsatmosphäre."
Duey schreibt über vielerlei Themen, das Repertoire reicht von Adjektiven über Brüche bis hin zu demokratischen Grundwerten. "You, you don't want to end like this kid, so you better learn your adjectives", lautet ein Ausschnitt aus dem Lied Adjectives. Er verpackt komplexe Zusammenhänge in Raps, die im Ohr bleiben. Doch nicht alle Texte des von Public Enemy, Dr. Dre. und Kanye West inspirierten Künstlers, muten so provokant an. "Atoms, made of electrons, contain neutrons, and some protons", wiederholt Duey in einem seiner naturwissenschaftlichen Raps. Der Lehrer sorgt sich auch um die politische Bildung seiner Schüler, dazu schrieb er die Stücke "Core Democratic Values" und "Branches of Government".
Nervös beim ersten Mal
Wie viele andere Rapper war auch Duey bei seinem ersten Auftritt nervös, mit dem feinen Unterschied aber, dass er vor einer Schulklasse auftrat. "Diese Schüler musste ich das gesamte weitere Jahr lang sehen. Es ist nicht wie bei einem Konzert, wo man die Fans nur einmal sieht. Ich sehe meine Schüler jeden Tag", erklärt der rappende Lehrer.
Doch wie sich herausstellte, war diese Nervosität unbegründet, von 2000 bis 2004 veröffentlichte Duey drei Alben. Ende 2007 begann er die Produktion des Album "Class Dis-Missed" in den Kaas Records Studios, der Plattenvertrag läuft auf drei Jahre. Die Reaktionen auf seine unkonventionelle Unterrichtsweise sind gut. "Meine Schüler reagieren wie Fans, ich signiere den ganzen Tag über CDs und Notizbücher in den Klassen. Ich habe gute Rückmeldungen erwartet, aber die unglaublich positiven, die wir bekamen, waren weitaus mehr, als erwartet", erzählt der Rapper.
Dass er keine negativen Rückmeldungen erhalte, könne, wie er selbst mit Ironie sagt, auch daran liegen, "dass manche Schüler meine Art zu unterrichten nicht mögen, aber sie sagen es mir nicht, immerhin habe ich die Gewalt über ihre Noten". Um abschätzige Meinungen anderer Lehrer kümmert sich Duey nicht. "Gedanken und Gefühle" anderer zu Unterrichtsmethoden sind für ihn bloß "Meinungen".
"Ich zerbreche mir nicht den Kopf darüber, ob Lehrer meine Methode mögen, ich helfe lieber den Schülern, und wenn sie mit meinen Methoden zurechtkommen, werde ich diese auch beibehalten", beschreibt er seine Ansichten. Noch rappt er nur auf Englisch, doch um die Unterrichtstexte auch unter das internationale Volk der Schüler zu bringen, überlegt Duey schon seit längerem, seine Texte in andere Sprachen zu übersetzen.
"Wenn jemand mir helfen könnte, meine Texte zu übersetzten, kann ich mir auch vorstellen, sie in anderen Sprachen zu schreiben." Denn das "Feedback von Schülern aus aller Welt" gebe ihm eine positive Motivation, in diese Richtung weiterzumachen. (Bath-Sahaw Baranow, Magadelena Legerer/STANDARD, 7.10.2008)
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Da kann ich allen (naturwissenschaftlichen) Lehrekräften nur Professor Boggs empfehlen. Ich hab eine CD von ihm und meine Schüler/innen liiiiieben ihn (egal ob Minis oder Maturant/innen).
Alles Gute dem Rapper, es lebe die Methodenvielfalt.
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