Neues Werkzeug für Wahlstrategen: Apples iPhone

7. Oktober 2008, 08:12
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Obama bittet User um ein paar Anrufe - Software für Apples Mobiltelefon soll gezielte Wahlwerbung vereinfachen

Wenn eines Tages die "Making of"-Geschichte der US-Präsidentschaftswahl 2008 geschrieben wird, wird sich darin eine völlig neuartige Strategie finden: möglichst viele iPhones infiltrieren. Mit der geschliffenen Software für Apples Kulthandy zeigen die Wahlhelfer von Barack Obama neue Einsatzmöglichkeiten von Technologie für Wahlwerbung.

Swing

So analysiert "Obama '08" die auf dem Handy gespeicherten Telefonnummern und reiht sie nach "Swing States", den Bundesstaaten mit den meisten Wechselwählern. Diese soll man möglichst bald anrufen und von den Meriten des Kandidaten persönlich überzeugen. Um die Liste systematisch abzuarbeiten, führt das iPhone auch Buch über die Anrufe samt Anmerkungen wie "Nicht interessiert", "Überlegt Obama zu wählen" oder "hat schon gewählt".

Interesse

Mithilfe des eingebauten GPS (Navigationssystem) des iPhones werden Möglichkeiten gezeigt, wie man sich in seiner Wohngegend für das Obama-Lager engagieren kann oder welche Obama-Wahlkampfveranstaltungen gerade in der Nähe stattfinden. Dazu gibt es Online-Updates über Themen des Wahlkampfes, Bilder und Videoclips des Kandidaten ebenso wie ein Überblick über seine Standpunkte zu unterschiedlichen Themen des Wahlkampfes.

Web

Die nur wenige Wochen vor der Wahl präsentierte iPhone-Software ist ein weiterer Web-2.0-Baustein der Obama-Kampagne: Die Website MyBarackObama ermöglicht es Benutzern, eine Liste von Nachbarn zu bekommen, die man persönlich bearbeiten soll. (DER STANDARD Printausgabe, 07.10.2008)

 

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