eBay schließt Österreich-Niederlassung

6. Oktober 2008, 15:20
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12 Mitarbeiter betroffen - "Die Konzernentscheidung hat nichts mit dem Österreich-Geschäft von eBay zu tun"

Das Internet-Auktionshaus eBay will weltweit rund zehn Prozent der Stellen streichen. Davon seien rund 1.000 Mitarbeiter sowie zahlreiche Zeitarbeiter betroffen, teilte das Unternehmen am Montag in San Jose mit. Betroffen sind auch die 12 Mitarbeiter von eBay Österreich, sagte eBay-Österreich-Sprecherin Ursula Mayer auf Anfrage. Die Stellenstreichungen würden das Vorsteuer-Ergebnis im vierten Quartal mit 70 bis 80 Mio. Dollar belasten. Das Unternehmen kündigte zudem zwei Übernahmen im Wert von rund 1,3 Milliarden Dollar an.

"Die Konzernentscheidung hat nichts mit dem Österreich-Geschäft von eBay zu tun"

Die Stellenstreichungen seien Ergebnis veränderter Rahmenbedingungen im E-Commerce-Geschäft. "Die Konzernentscheidung hat nichts mit dem Österreich-Geschäft von eBay zu tun", so Mayer auf Nachfrage. Der Ableger eBay.at sei einer der profitabelsten in Europa. Das Österreich-Büro werde zu Jahresbeginn 2009 geschlossen. Der Österreich-Markt werde - wie andere auch - künftig von einer regionalen Organisation betreut.

Sinkende Wachstumsraten

Das Unternehmen kämpfte laut dpa zuletzt mit sinkenden Wachstumsraten sowie einem langsameren Gewinnwachstum. In dem Ende September abgelaufenen dritten Quartal habe eBay beim Umsatz das untere Ende der im Juli abgegebenen Prognosespanne erreicht, hieß es. Der Gewinn je Aktie sei dagegen besser als damals angekündigt ausgefallen. Der Konzern hatte im Juli für das dritte Quartal einen Umsatz von 2,1 bis 2,15 Mrd. Dollar (Vorjahresquartal: 1,89 Mrd.) sowie einen Gewinn je Aktie vor Sonderposten zwischen 39 und 41 (Vorjahr: 41) Cent je Aktie in Aussicht gestellt.

Wettbewerb

Dem Konzern kommen zunehmend Wettbewerber wie der Internet-Einzelhändler Amazon.com ins Gehege. In Österreich peilt das im September gestartete Auktionshaus ricardo.at die Marktführerschaft an, der Abstand zu Branchenprimus eBay.at ist aber noch groß.

Mehr Geschäft als gewöhnliche Handelsplattform

Im Gegenzug macht eBay immer mehr Geschäft als gewöhnliche Handelsplattform mit Verkäufen ohne Versteigerung. Neben den Online-Marktplätzen gehören das elektronische Bezahlsystem PayPal und der Internettelefonie-Dienst Skype zu eBay. (APA)

 

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