Klagenfurt - Das Land Kärnten hat in einem Jugendheim auf der Saualm der Gemeinde Griffen im Bezirk Völkermarkt eine "Sonderanstalt" für "mutmaßlich kriminelle" Asylwerber eingerichtet. "Das ist die Umsetzung dessen, was wir angekündigt haben", erklärte Stefan Petzner, Sprecher von Landeshauptmann Jörg Haider und BZÖ-Generalsekretär, im Gespräch mit derStandard.at. Tatsächlich hatte Haider bereits im Juli 2008 eine derartige "Sonderunterbringung" angekündigt. Auf Gerichtsurteile wolle man laut Petzner nicht warten: "Eine rechtsgültige Verurteilung ist keine Voraussetzung für die Unterbringung in der Sonderanstalt."
"Sonderanstalt" als "Zwischenlösung"
Im Juli war ein Konflikt zwischen Haider und Innenministerin Maria Fekter um die Verbringung von Asylwerbern ausgebrochen. Der Landeshauptmann versuchte angeblich straffällig gewordene Asylsuchende aus der Landesversorgung zu entlassen und damit ins Flüchtlingslager Traiskirchen "abzuschieben". Er scheiterte jedoch am Widerstand Fekters, die einen Bus an der steirisch-kärntnerischen Grenze stoppen ließ.
"Wir bringen kriminelle Ausländer an einen Ort bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen, der entsprechend gesichert ist, damit sie niemandem etwas tun können", erläuterte der BZÖ-Politiker. Das ehemalige Jugendheim liegt auf 1.200 Metern Höhe. Dass man, wie die Tageszeitung "Österreich" meldete, auch kranke Asylsuchende auf die Saualm zu verbringen plane, wollte Petzner gegenüber derStandard.at nicht kommentieren: "Es geht um besonderen Betreuungsbedarf, volle Spitalsversorgung gibt es dort natürlich nicht."
"Hier gibt's nur Wald und Wiesen"
"Die Sonderanstalt für Asylwerber mit Betreuungsbedarf ist eine Zwischenlösung, bis die Gesetze so geändert sind, dass man die Betroffenen abschieben kann", erklärte Petzner gegenüber der APA. Geplant sei eine 24-Stunden-Überwachung der Ausländer durch Sozialarbeiter, Psychologen und Therapeuten, heißt es in dem Bericht der Tageszeitung Österreich weiter. Ein "Vorteil", wie der Flüchtlingsbeauftragte Gernot Steiner der Tageszeitung "Österreich" sagt: "Bei Deutschkursen werden sie mehr lernen, in der Stadt sitzen sie mehr im Gasthaus, hier gibt's nur Wald und Wiesen."
Die Anstalt solle mit maximal zehn Personen belegt werden, sagte Petzner. Bereits in der vergangenen Woche seien zehn Ausländer mit einem Bus des SK Austria Kärnten in das ehemalige Jugendheim gebracht worden, heißt es in "Österreich" weiter. Bis zu 50 Asylwerber sollen insgesamt in die Einöde „abgeschoben" werden, so hingegen der Bericht der Zeitung. (hag/flon/APA)
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da haben wir sie nun, die blutschokolade - ein wahlversprechen, das die provokateure nie einlösen konnten.
und die innenministerin outet sich ebenfalls - so etwas ist nicht tragbar als innenminister.
das ganze muss unter polizeiliche überwachung! wer weiß, was dann dort noch alles passiert und dann wird es keiner gewesen sein!
der herr haider und sein scherge haben ja wirklich ein seltsames weltbild.
... und sehr gesund, appetitanregend.
Die schöne Aussicht dort kommt denen zustatten,
die früher keine Einsicht hatten."
Pardon, da ist etwas durcheinandergeraten. Richtig, der Sudler dieser Zeilen hieß Augustin Ableitner, der als "Heimatdichter" in Salzburg 1938 Dachau gepriesen hatte: "... Dachau, das an der Amper gelegen - Unsern Glückwunsch und unsern Segen."
"Wer Kindern Paläste baut, reißt Kerkermauern nieder" hieß es einst in der Sozialdemokratie. Heute macht die rechte Brut aus den Palästen für Kinder wieder Kerker - pardon, "Sonderanstalten" - Pfui Teufel!!!!
Dr. Heinz Anderle, Freigeist
eine 24-stündige zwangsüberwachung von teilweise traumatisierten durch psychologen, therapeuten usw (was für leute sind das, um himmels willen?) ist mit einem urlaub in keinster weise vergleichbar,
sondern eher mit einer unterbringung in einer anstalt für geistig abnorme begeher von schweren gewaltsverbrechen,
und sehr wohl mit dem gulag.
in welcher Verfassung das Anwesen sein soll.
Die Handlung als solches ist der Knackpunkt!
Haider als Asylanten-Spedition will zeigen,das -egal was er macht-sein "Volk" hinter ihm steht.
Gelesen wird dann: Haider verschiebt Asylanten in Ö.!
Was natürlich ebenso daneben geht, ist die Argumentation dazu.
Eigentlich wäre das mal eine klasse Steilvorlage, gegen Haiders Praktiken und seiner selbst öffentlich zu werden, praktisch als Retourkutsche.
Diese Leute zahlen dafür, dass sie aus eigener Entscheidung für eine begrenzte Zeit dort Urlaub machen. Was Haider plant ist zwangsweise und auf unbestimmte Zeit. Ist es so schwierig den Unterschied zu erkennen, oder kennen Sie ihn eh und geben bloß zynische Meldungen ab?
dass es Asylweber gibt, die besondere Betreuung benötigen, - die TRAUMATISIERTEN eben.
Jetzt können die aber wohl nicht mehr zurück auf das Niveau des "rechten Abstreitens" von "Traumatisierung" als Asylgrund...
(vgl. Homepage Martin Graf...)
Vom Bund kontrolliert, was mit den "Sonderbetreuten" tatsächlich gemacht wird, sollte aber auf jeden Fall werden !
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser !
Hab gerade ein Deja-vu aus den Zeiten von Gulags:
da wurden auch Menschen hingeschickt, um umgeschult und brav wieder auf Parteilinie gebracht zu werden. Diese Freitzeitcamps waren natürlich nicht in der Stadt, wo ständig Ablenkungen locken, sondern irgendwo in Sibirien, wo die Gefahr einer unerwünschten Ablenkung von geistiger Umerziehung gleich Null waren. Zwar nicht "hinter den sieben Bergen" (weil die gibt's dort ja weniger), aber von der Populationsdichte vergleichbar mit den "sieben Zwergen".
Hm, kam mir doch gleich so bekannt vor die ganze Sache von Jörg....
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