In einem Punkt herrscht Einigkeit: Nur die Frontfigur auszutauschen ist zu wenig. Der Ruf nach einer Strukturänderung ist bei den Grünen laut. "Wir brauchen eine grundlegende Reform" , fordert Oberösterreichs Grünen-Chef Rudi Anschober. "Partei alten Zuschnitts" nennt es der Grünen-Vordenker Christoph Chorherr. Dennoch wurde am Freitag erst einmal nur die Frontfigur ausgetauscht. Eva Glawischnig soll Alexander Van der Bellen nachfolgen, darauf hat sich der erweiterte Bundesvorstand geeinigt, der Bundeskongress muss noch abstimmen.
Glawischnig ist die logische Nachfolgerin, aber auch ein paar andere haben sich Chancen ausgerechnet - Vertreter der "Altherren-Partie" , wie ein Mitglied des Vorstands sagt, ein weibliches Mitglied. Offenbar hatten Werner Kogler und vor allem Peter Pilz mit einem Antreten spekuliert. Sie wurden von Van der Bellens schnellem Rücktritt überrascht.
Nun liegt es an Glawischnig, die Reformen in der Partei voranzutreiben. Gearbeitet wird daran seit einem knappen Jahr, die Neuwahlen haben das Projekt aber ins Stocken gebracht - gleichzeitig aber auch einmal mehr die Schwachstellen der Strukturen bei den Grünen aufgezeigt. Etwa in der schwierigen Frage der Kompetenzverteilung. Die Spitze sei für alles verantwortlich, dürfe aber wenig entscheiden, beschreibt ein Grün-Politiker das Problem. Ein anschauliches Beispiel bot die Erstellung der Kandidatenliste für die vergangene Nationalratswahl. Wer auf wählbare Stelle kam, entschieden die Delegierten auf einem Bundeskongress. Von der Spitze forcierte Kandidaten taten sich schwer oder gingen unter. Etwa die schwarze Frauenrechtlerin Beatrice Achaleke. "Da gibt es eine Diskrepanz, die man diskutieren muss" , beschreibt Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny den Ist-Zustand ihrer Partei im Standard-Gespräch.
Ob Glawischnig mehr formale Macht als Alexander Van der Bellen bekommt? "Es geht nicht um mehr Macht, sondern um mehr Möglichkeiten" , sagt Sburny - und nennt "das Zusammenführen von Verantwortung und Rechten" eine "superheikle Frage" . Einigkeit herrscht aber darüber, dass die innerparteilichen Entscheidungsstrukturen zu schwerfällig sind.
Ein anderes Kapitel, das den Organisationsplan neu ausgestalten soll, kann mit dem Schlagwort "Parteiöffnung" umschrieben werden. Um stärker werden zu können, müssen die Grünen neue Wählergruppen ansprechen. Und zu diesem Spektrum, etwa zu Jungunternehmern, will man sich öffnen. "Es geht aber auch darum, wieder direkt mit den Leuten zu kommunizieren" , erklärt Sburny. Im Mai soll die neue Parteistruktur stehen. (pm, völ/DER STANDARD Printausgabe, 4./5. Oktober 2008)
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haben sich einfach eine bewegung geschnappt und sie nach ihrem gefallen umgestaltet. grün ist diese partei jedenfalls nicht mehr. es wäre an der zeit sich einen neuen parteinamen zu patentieren. die wirklichen grünen werden bestenfalls als ökofuzzis abgeschasst.
ein Glück, dass sie dann doch nicht gewäht wurde.
Diese Frau tritt nicht für Frauenrechte, sondern in rassistisch-penetranter Art für Rassismus zugunsten von Schwarzen ein. Nur weil Rassismus mal von einer farbigen Menschengruppe kommt wird er noch lange nicht sympathischer!
dass sie künftig nur dann an einer Regierung teilhaben können, wenn sie sich mit Haider und einer Altpartei arrangieren.
Die fesche Eva hat dabei den Vorteil, dass sie gebürtige Kärntnerin ist und sehr gut Kärntner Lieder singen kann. Somit sollte die Distanz zum BZÖ leichter zu überbrücken sein. ;-)
Jeder erhitzt seine eigene Bratwurst - der Nachteil eines Parteiensystems - das im Beschimpfen der Gegner eine Definition findet.
Sich über Positives zu Formen ist schon eine Schwäche, oder?
Wenn ein Haider meint, es sei an der Zeit aus 22 KK zwei zu machen, oder ein Strache ähnliches vertritt und meint, es seien gerechtere Verteilerschlüssel notwendig, wieso bestreitet man das?
Es ist doch nach kurzer Argumentation einzusehen, dass eine Bereicherung vorliegt, sich nur an den laufenden Kosten ohne der Finanzierung zu beteiligen.
Es ist doch nach kurzer Argumentation einzusehen, dass Islam den Terror nahe steht und uns den Staatsterror mit Überwachung und Raub des Briefgeheimnis eingebrockt hat.
Dummheit das abzustreiten, oder?
forciert?
das gilt als "einE KandidatIn forcieren" wenn die delegierten den Namen zum ersten Mal in den Kongressunterlagen lesen?
Vielmehr hat sich die Spitze gar nicht darum bemüht, die Leute vorher in der Partei adäquat bekannt zu machen. Und das ist fats gleich schlimm, ob die Person bei der Listenwahl "durchkommt" (dann hamma eineN Abg. ohne Rückhalt in der Partei) oder nicht (dann hamma womöglich eine interessante Person verbraten).
Inkompetentes, lahmarschiges, nicht-vorausschauendes Management und dann die Schuld auf die transparente, demokratische Entscheidungsfindung abschieben. Auf etwas, das bei den Grünen schwer in Ordnung ist.
Also ich finde Eva Glawischnig steht für die Annäherung der Grünen an die ÖVP.
Meiner Meinung nach auch für einen Rechtsruck innerhalb der Grünen, aber das wird sich noch herausstellen. Wenn der Bundeskongress abläuft, wie ein SPÖ-Parteitag, dann werden wir es wissen.
Die besten Grünen sind immer noch jene, die aus dem VSStÖ kommen. ;) Pilz, Öllinger...
Ich bin schwarz/gruen-Wechselwaehler.
Der VdB war fuer mich eine Annaeherung an die Ideen, die mir in der VP gefallen (Wirtschaftskompetenz) ohne die guten Sachen der Gruenen (Gesellschaftspolitik) zu vernachlaessigen.
Die Glawischnig ist irgendwie gar nix.
Als die Au noch mit BürgerIn verteidigt wurde, fanden diese Leute die Protestwähler, weil jeder sich ein Stückerl wiederfand im gemeinsamen Gefühl des Überfahren werdens.
Das ist nun den Haiders und Straches Programm, mehr Bürger weniger Vormund.
Da wird auch ein Schuh daraus - weil wir im Inet viel leichter kommunizieren können - was wir brauchen und was Vorteilsheische ist.
Es wird in weniger al 18 Monaten Daten im Inet geben, woraus die Pfründe ersichtlich sind.
Bitte, lasst sie leben und ersäuft sie nicht wie beim Bäckerschupfen, es findet sich vielleicht noch menschliches hinter der Gier?
Wenn die ÖVP wieder zurück in die Mitte rückt und SPÖ ein paar Erfolge vorweisen kann, wird es für die Grünen sehr schwierig den derzeitigen Stand zu halten. Glawischnig mag ja eine Identifikationsfigur für einige Frauen sein. Im Fernesehen wirkt sie jedoch viel zu fahrig und herablassend gegenüber anderen.
Mich würde es nicht überraschen wenn die Grünen bald wieder dort wären, wo sie vor der Übernahme durch VDB waren: bei 6 Prozent.
unter 6%, denn vor VdB war die partei wenigstens idealistisch genug um 6% wählerInnen mit Utopien und rebellion begeistern zu können.
WEN soll eine glawischnig begeistern?
Vielleicht hätt sie ein paar (mode)designer begeistern können... sind aber alle - leider für sie - kettenraucherInnen.
ist ja aber auch ziemlich logisch, oder?
wenn andere parteien sich dorthin entwickeln, wo die wähler der grünen gern eine partei sehen würden, nona würde das auf kosten der grünen gehen...
aber ehrlich gesagt ist die entweicklung eher unwahrscheinlich... die grünen müssten klug die lücke füllen, die sich durch die entwicklung der beiden ex-mitte-parteien auftut..
derzeit ist sie nicht dort, wo eine energiewende angedacht wird; echte reforme im sozial/pensions/pflegesystem angepackt werden/die umwelt ernst genommen wird/ein konstruktives engagement mit der eu vorgeschlagen wird.
die leute schauen auf die geldbörse. alle diese anderen dinge sind - obwohl bei vernunft bitter nötig - luxus. fressen vor moral. so gesehen spiegeln die övp- und grün-ergebnisse das momentane marktpotenzial für ehrliche politik wider. (ich mein, man mag molterer und plassnik nicht für sympathisch halten, aber ihr aufstand gegen den spö-eu-schwenk sowie die weigerung, überschiessende steuerreforme zu versprechen, waren völlig richtig).
Naja man müsste den Grünen halt einmal schonend sagen dass politische Kommunikation schon zu einem guten teil sehr genormt ist und dass sie mal einen Trainer für Fernsehauftritte ranlassen sollten. Glawischnig spricht zu schnell, wirkt teilweise etwas gezwungen und macht halbherzige Schmähs. Aber sie hat sicher genug Ausstrahlung um mit ein bisschen Übung eine Gute Figur zu machen.
seit sonntag denke ich an gesangsunterricht.
am keyboard gefällt sie mir schon recht gut.
dann wäre das problem der an tagen wie diesen gehetzt wirkenden redeweise wahrscheinlich gelöst.
sie könnte sich auch bruno kreisky kassetten anschauen oder sie könnte sich auch vorstellen, sie würde ihre reden langsam singen. sie hat ja gute ideen. hoffentlich auch im personalbereich. van der bellen wäre mir lieber gewesen - noch ein, zwei, drei (zeit zur reifung, zeit zur auswahl). hetze gegen 49 % menschheit - nein danke.
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