Nobelpreisträgerseminar: Starkes Interesse an Maskin, Mundell und Stiglitz

3. Oktober 2008, 12:34
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Ausführungen der US-Ökonomen über Ungleichheit der Einkommen, Weltwährung und Kosten des Irak-Kriegs mussten gar via Stream übertragen werden

Wien - Reges Interesse haben in der akademischen Gemeinde die Vorträge dreier auf Wien-Besuch befindlicher Spitzen-Ökonomen gefunden. Die Ausführungen der US-Nobelpreisträger Eric Maskin, Robert Mundell und Joseph Stiglitz mussten am Donnerstagabend per Video-Stream in einen Hörsaal übertragen werden, um den überfüllten großen Festsaal der Wiener Uni zu entlasten. Die drei sind im Rahmen eines jährlich stattfindenden, heuer zum dritten Mal abgehaltenen Nobelpreisträgerseminars von Universität und Wirtschaftsuniversität in der Bundeshauptstadt.

Maskin, den die königlich-schwedische Wissenschaftsakademie erst im vergangenen Jahr auszeichnete, ging der Frage nach, warum durch die Globalisierung die Ungleichheit der Einkommen steigt, obwohl nach der klassischen Theorie des "komparativen Vorteils" eigentlich das Gegenteil das Fall sein müsste.

Mundell stelle die Frage, unter welchen Bedingungen eine Weltwährung geschaffen werden kann; obwohl das weltweite Währungssystem aktuell unter der Anspannung der Finanzkrise ächzt, glaubt er, dass ein politischer Anlauf zu einer Weltwährung frühestens 2011/12 stattfindet.

Der frühere Clinton-Berater Stiglitz sprach über die Kosten des Irak-Kriegs, der nach seiner Rechnung inklusive aller Nebenkosten auf drei Billionen Dollar kommt. (APA)

  • Die Wirtschaftsnobelpreisträger Eric Maskin, Joseph Stiglitz und Robert Mundell weilen anlässlich des dritten Wiener Nobelpreisträgerseminars in Wien.
    Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

    Die Wirtschaftsnobelpreisträger Eric Maskin, Joseph Stiglitz und Robert Mundell weilen anlässlich des dritten Wiener Nobelpreisträgerseminars in Wien.

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