Konzertsaal soll ab 2009 gebaut werden

2. Oktober 2008, 15:24
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    grafiken: apa

    Visualisierungen des neuen Konzertprojekts

Bauwerk am Wiener Augartenspitz wurde nach Absprache mit Denkmalamt verkleinert - Barockes Pförtnerhaus bleibt stehen

Wien - Der nicht eben unumstrittene Konzertsaal der Wiener Sängerknaben am Augartenspitz soll ab 2009 gebaut werden, haben die Projektbetreiber am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz mitgeteilt. Zugleich wurde das neue Erscheinungsbild des Saals vorgestellt, denn aufgrund von Bedenken des Denkmalamtes war eine Umplanung nötig: Der Saal wird nun etwas kleiner. Auf die ursprünglich vorgesehene Entfernung eines aus der Barockzeit stammenden ehemaligen Pförtnerhauses wird verzichtet.

"Österreich kann stolz sein, dass es so eine Institution hat", verwies der Präsident der Sängerknaben, Walter Nettig, auf die Bedeutung der Traditionseinrichtung. Der neue Saal, so versicherte er, garantiere den künstlerischen und wirtschaftlichen Fortbestand der Sängerknaben. Nach der Verzögerung durch die Umplanung soll nun rasch mit der Umsetzung begonnen werden.

Fertigstellung 2011

Die Einreichung bei der Baubehörde soll noch heuer erfolgen, nächstes Jahr soll dann mit dem Bau begonnen werden. "Wir sind optimistisch, dass uns das gelingen wird", meinte Sängerknaben-Direktor Franz Schlosser. Die Fertigstellung des Hauses ist für 2011 vorgesehen. Das ist später als geplant. Die Architekten Michael Lawugger und Johannes Kraus ("archipel architektur + kommunikation") hatten nach den Bedenken des Denkmalamtes ihre Ausführungsplanungen gestoppt.

Der Abriss des Pförtnerhauses und eines Teils der Augartenmauer war nicht genehmigt worden. Nun werden diese stehen bleiben - und saniert. Der Konzertsaal musste dafür zurückweichen und soll kleiner werden. Die Kapazität wurde um rund 30 Sitzplätze auf insgesamt 380 reduziert. Die Bühnengröße, so wurde betont, soll aber unverändert bleiben. Die Architekten stellen sich für das Bauwerk übrigens eine "metallische Fassade" vor.

Die neuen Pläne haben den Sanktus der Denkmalbehörde. Deren Leiterin Barbara Neubauer war bei der Pressekonferenz anwesend und versicherte: "Vonseiten des Denkmalschutzes hat es keine Einwendungen mehr gegeben."

Bürgerinitiative gegen die Verbauung des Areals

Der Wunsch der Sängerknaben, einen eigenen Konzertsaal zu errichten, gibt es schon seit vielen Jahren - ebenso wie Diskussionen über das Projekt bzw. Proteste dagegen. Nicht nur das Denkmalamt hatte Bedenken, auch die Beziehung zum benachbarten Filmarchiv war von Konflikten geprägt. Dieses wollte selbst ein Kinoprojekt am Augartenspitz verwirklichen. Zudem macht sich eine Bürgerinitiative gegen die Verbauung des Areals stark. Bei der Pressekonferenz brachte eine Anrainerin diese Bedenken erneut vor.

"Es ist beschämend, dass Wien nicht in der Lage ist, sich einen Konzertsaal schenken zu lassen", beklagte sich am Donnerstag der Mäzen der Sängerknaben, Peter Pühringer. Er finanziert über eine Stiftung auch den Bau des Saals, dessen Baukosten mit zwölf Mio. Euro veranschlagt werden. Er wundere sich, wie hart er um das Projekt habe kämpfen müssen, meinte Pühringer. (APA)

Der Unbekannte
10
6.10.2008, 19:45
Wer

da noch die SPÖ wählt ist selber schuld. Wie die mit dem spärlichen Grüngürtel umgehen ist einfach nicht mit Worten auszudrücken. Hauptsach sie verspeisen ihr Schnitzel und dazu das Bier. Das gehirn bleibt dabei logischerweise total auf der Strecke. Zeit das die SPÖ abspeckt und der korpulenten Nichtdenker eine Abfuhr zu erteilen. Vielleicht FDV ?

cludpert
00
5.10.2008, 22:03

dafür werden alte bäume gefällt der park verschandelt. bravo! dabei hat wien doch ein baumschutzgesetz. oder richten sichs die großkopferten wieder mal wie sie wollen.
wiener baupolitik meine vollste verachtung!

... und lost's eich nix gfoin!
01
3.10.2008, 11:42
Achtung, alter Artikel!

Hier ist noch die alte Apa-Meldung, im Panorama die recherchierte Version: http://derstandard.at/?id=1220459773609!

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