"Schuld ist das Gesetz"

2. Oktober 2008, 11:48
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Umsatzminus im Gastro-Bereich zwang Wein-&-Co dazu Rauchverbot aufzuheben

Wie berichtet darf man seit vergangener Woche in allen Bars der Handels- und Gastrokette Wein-&-Co wieder rauchen. In Anbetracht des zu Jahresbeginn eben erst eingeführten Rauchverbots ein Kniefall vor den Rauchern? Mitnichten, meint Wein-&-Co-Sprecherin Birgit Edtbauer. Schuld sei vielmehr die derzeitige Gesetzeslage: "Man kann Nichtraucher nicht hermetisch abriegeln. Das Gesetz kann nur funktionieren, wenn es ein generelles Rauchverbot vorschreibt."

In den Wein-&-Co-Bars hatte man Anfang 2008 ein generelles Rauchverbot verhängt. Nach anfänglichen Einbußen, erholte sich das Geschäft langsam wieder und die Firmenleitung glaubte "es geht eh". Letztendlich zeigte sich, dass an die 20 Prozent der Gäste wegblieben. Grund dafür sei der Rückgang des Abendgeschäftes: "Das bricht vollkommen ein, wenn die Kunden nicht trinken und rauchen können", sagt Edtbauer. Man sei also gegen ein vollständiges Rauchverbot? "Im Gegenteil." Aber sei ein solches nicht ebenfalls schlecht für Geschäft? "In Italien hat sich gezeigt, dass die Gäste gemeinsam vor die Tür rauchen gehen. Das könnte in Österreich genauso funktionieren."

Momentan sitzen sie wieder in getrennten Bereichen: die Raucher und die Nichtraucher. Wie lange noch? "Bis eine Gesetzesänderung erfolgt." Nachsatz: "Unsere nichtrauchenden Gäste haben Verständnis dafür, dass wir das Verbot gekippt haben." (red, derStandard.at, 02.09.2008)

 

  • "Unsere nichtrauchenden Gäste haben Verständnis dafür, dass wir das Verbot gekippt haben."
    standard/regine hendrich

    "Unsere nichtrauchenden Gäste haben Verständnis dafür, dass wir das Verbot gekippt haben."

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