Das Ehepaar Jagannathan: Einsatz für Landlose in Indien

    1. Oktober 2008, 15:33
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    96-Jähriger und 82-Jährige arbeiten seit 50 Jahren für die "Unberührbaren"

    Neu Delhi - Krishnammal und Sankaralingam Jagannathan haben ihr Leben dem Kampf für die Rechte von Landlosen in Indien gewidmet. Inspiriert von der Philosophie Mahatma Gandhis, der zentralen Figur der indischen Unabhängigkeitsbewegung, engagiert sich das Ehepaar seit den 50er Jahren für eine gerechte Verteilung von Ackerland. Ihre 1981 im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu gegründete Bewegung "Land für die Freiheit der Bauern" (LAFTI) wendet sich dabei vor allem an Dalit, Angehörige einer noch immer in vielen Teilen Indien als "unberührbar" diskriminierten Bevölkerungsgruppe.

    Mit der Gründung von Genossenschaften und der Auszahlung von Kleinstkrediten hat LAFTI nach eigenen Angaben bisher etwa 13.000 wirtschaftlich und sozial benachteiligten Dalit-Familien den Erwerb und die Bewirtschaftung eines eigenen Stück Landes ermöglicht.

    "Durch die Überwindung von Landlosigkeit sichern wir den unterdrückten Menschen nicht nur ihre Existenzgrundlage, sondern geben ihnen auch ein Stück Würde zurück", sagte die 82-jährige Krishnammal Jagannathan, die selbst zu den Dalit gehört, unlängst einer indischen Zeitung. In dem Interview kündigte sie auch an, mit ihrem 96-jährigen Ehemann Sankaralingam die "gemeinsame fruchtbare" Arbeit noch möglichst lange fortzuführen. (APA/dpa)

     

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      Krishnammal Jagannatha, Preisträgerin des Right Livelihood Awards

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