Right Livelihood Awards für MenschenrechtlerInnen

1. Oktober 2008, 10:29
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"medica mondiale"-Gründerin Monika Hauser, somalische Frauenrechtlerin Asha Hagi, US-Journalistin Amy Goodman und GründerInnen der Organisation LAFTI erhalten "alternative Nobelpreise"

Stockholm - Die auch als "Alternative Nobelpreise" bekannten Right Livelihood Awards 2008 sind vergeben: Wie die Right Livelihood-Stiftung in Stockholm am Mittwoch mitteilte, wird die Kölner Gynäkologin Monika Hauser, Gründerin der Hilfsorganisation medica mondiale, "für ihren unermüdlichen Einsatz für Frauen, die in Krisenregionen schrecklichste sexualisierte Gewalt erfahren haben, und für ihren Kampf, ihnen gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung zu verschaffen", geehrt.

Frauen in Friedensprozesse einbinden

Der mit insgesamt zwei Millionen Kronen (204.200 Euro) dotierte Preis geht auch an die somalische Frauenrechtlerin Asha Hagi, "weil sie, trotz großen Risikos für sich selbst, die Mitwirkung von Frauen im Friedensprozess ihres vom Krieg zerrissenen Landes organisiert und anführt".

Unabhängiger Polit-Journalismus

Auch die US-Journalistin Amy Goodman, Gründerin und Moderatorin der täglichen Nachrichtensendung "Democracy Now!" wird geehrt "für die Entwicklung eines innovativen Modells wahrhaft unabhängigen politischen Journalismus, der zu Millionen Menschen jene alternativen Stimmen bringt, die von den Mainstream-Medien so häufig ausgegrenzt werden".

Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit

Das indische Ehepaar Krishnammal und Sankaralingam Jagannathan und ihre Organisation LAFTI (Land for the Tillers' Freedom) erhalten einen Preis "für ihre lebenslange Arbeit für die Verwirklichung der gandhischen Vision von sozialer Gerechtigkeit und nachhaltiger menschlicher Entwicklung, wofür sie als 'Indiens Seele' bezeichnet wurden".

Hintergrund

Die Preise werden am 7. Dezember im schwedischen Parlament verliehen. Begründet wurde der "Right Livelihood Award" 1980 von dem schwedisch-deutschen Philanthropen Jakob von Uexküll mit dem Erlös aus dem Verkauf einer bedeutenden Briefmarkensammlung. Der Preis soll Personen und Initiativen ehren, die bei der Vergabe der Nobelpreise nicht beachtet werden.(APA/dpa/red)

  • "Jene zu ehren und zu
unterstützen, die praktische und beispielhafte Antworten auf die
dringendsten Herausforderungen unserer Zeit verwirklichen": Einer der oft als "Alternative Nobelpreise" gehandelten Awards geht heuer an Monika Hauser von medica mondiale.
    foto: medica mondiale

    "Jene zu ehren und zu
    unterstützen, die praktische und beispielhafte Antworten auf die
    dringendsten Herausforderungen unserer Zeit verwirklichen": Einer der oft als "Alternative Nobelpreise" gehandelten Awards geht heuer an Monika Hauser von medica mondiale.

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    Die Right Livelihood Award Stiftung hat bisher 128 PreisträgerInnen aus 56 Ländern ausgezeichnet. Der Preis wird von privaten SpenderInnen am Leben erhalten.

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