Allzu viele Innovationen - zumal aus dem Bereich Management und Betriebswirtschaft - gibt es nicht, die von Österreich aus international Karriere machten. Eine davon ist fraglos das Konzept der Wissensbilanz, dass vor genau zehn Jahren für das damalige Forschungszentrum Seibersdorf (heute Austrian Research Centers, ARC) erfunden wurde. Anlass genug, in einer Konferenz darüber Bilanz zu ziehen.
Entwickelt vom damaligen Seibersdorf-Chef Günter Koch und Ursula Schneider, Management-Professorin an der Universität Graz, wurde es mit der "Muster-Wissensbilanz" 1999 erstmals möglich wurde, den Zuwachs an "Wissensvermögen" einer Organisation zu dokumentieren. Wie die internationalen Beiträge der Tagung zeigten, hat diese Modell seitdem viele Nachahmungen in vielen Ländern Europas gefunden: Große und kleine Unternehmen, NGOs und Forschungseinrichtungen erstellen jährlich Wissensbilanzen und setzen sie als strategische Steuerungsinformation ein.
Österreich nimmt dabei neuerdings wieder eine Vorreiterrolle ein: Erstmalig müssen die Universitäten des Landes seit 2006 Wissensbilanzen vorlegen. (Klaus Taschwer /DER STANDARD, Printausgabe, 1.10.2008)
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