Konzernumbau kostet rund drei Milliarden Euro

30. September 2008, 19:04
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Siemens-Aktionäre müssen sich auf einen hohen Quartalsverlust einstellen, der Konzernumbau wird teuer

München - Siemens-Aktionäre müssen sich auf einen hohen Quartalsverlust einstellen: Der von Vorstandschef Peter Löscher durchgezogene Konzernumbau kostet bis zu drei Milliarden Euro. Der Großteil davon werde im vierten Quartal (per 30. September) verbucht, teilte der Elektromulti mit.

Die beiden größten Belastungsfaktoren sind der Stellenabbau in der Verwaltung und der Verkauf der Telefonanlagensparte SEN an US-Finanzinvestor Gores. Das Programm zur Reduzierung der Verwaltungskosten wird damit bis zu 1,1 Mrd. Euro kosten - in etwa gleich viel wie der Abbau von 17.000 Stellen (bis 2010 um 1,2 Mrd. Euro). Der SEN-Mehrheitsverkauf kostet etwa eine Milliarde Euro, der Umbau der Medizintechnik bis zu 100 Mio. Euro und jener der Verkehrstechnik bis zu 200. Die Lasten aus dem Verkauf der Telefonapparatesparte SHC an Arques und der Restrukturierung der übrigen Geschäftsfelder ("sonstige Aktivitäten") erreichten bis zu 140 Mio. Euro. 400 Mio. Euro gehen in die Siemens-Stiftung. (Reuters, DER STANDARD, Printausgabe, 1.10.2008)

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