Rot-Schwarz-Grün

30. September 2008, 18:50
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Front gegen die Wehrsportler und Ortstafel-Verrücker?

Zuerst hat den Ideenballon Bundeskanzler Gusenbauer in Hintergrundgesprächen diesen Sommer steigen lassen. Jetzt kommt Ex-EU-Kommissar Franz Fischler damit heraus: Warum nicht die Grünen freiwillig in eine neue Koalition aus ÖVP und SPÖ hineinnehmen?

Vielleicht erhält dadurch die müde alte "große" Koalition einen Bio-Wellness-Schub. Schaut vielleicht auch besser aus. Und: Eine solche Koalition hätte jene Zwei-Drittel-Verfassungsmehrheit, mit der man endlich die dringend notwendige Staatsreform (Bürokratieabbau vor allem in den Bundesländern) angehen könnte.

Grünen-Chef Van der Bellen, dem das noch am Wahlabend völlig überraschend vorkam, konnte es sich am Dienstag bereits vorstellen. Eine gute Idee? Für die Grünen könnte es die Rettung vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit - oder das Zerschellen an der Realität des Regierens - sein. Ob eine solche Konstellation noch etwas an dem Überdruss ändern kann, unter dem ein neuerliches Zusammengehen von Rot und Schwarz leiden muss?

Die drei nicht extrem rechten Parteien gegen die extrem rechte Opposition? Eine demokratische Front gegen die Wehrsportler und Ortstafel-Verrücker? (Hans Rauscher/DER STANDARD-Printausgabe, 1. Oktober 2008)

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