"Chelsea viermal stärker als Roma"

30. September 2008, 16:56
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Der rumänische Underdog aus Cluj geht mit großem Respekt in Heimspiel gegen Londoner - Bremen muss gegen Inter Defensive upgraden

Wien - Werder Bremen gastiert im Mittwoch-Schlager der Fußball-Champions-League beim italienischen Meister Inter Mailand (20.45 Uhr/live ORF 1). 18 Spieler brachen Dienstag früh Richtung Italien auf, mit dabei war auch Sebastian Prödl, Martin Harnik stand hingegen nicht im Aufgebot von Trainer Thomas Schaaf.

"In der Defensive müssen wir in Mailand anders agieren als gegen Hoffenheim", stellte Schaaf klar, dass mit einem Defensivverhalten wie beim 5:4-Torfestival gegen den Aufsteiger in der letzten Bundesliga-Runde  im Meazza-Stadion nichts zu holen sein wird. Für Prödl dürfte kein Platz in der Startelf sein, Schaaf wird wohl auf die Viererkette mit Fritz, Mertesacker, Naldo und Pasanen setzen.

In der Offensive treffen die Norddeutschen derzeit aus allen Lagen, Werder hat in den vergangenen beiden Partien gegen Bayern München (5:2) und Hoffenheim zehn Tore erzielt. "Daher besitzen wir ein gutes Selbstvertrauen, aber wir sind nicht naiv. Wir wissen, dass wir uns defensiv erheblich steigern müssen", betonte Schaaf, der mit dem 0:0 daheim gegen Anorthosis Famagusta einen Fehlstart in die Gruppe B zu verdauen hatte.

Inter hat zwar zum Auftakt in Athen gegen Panathinaikos 2:0 gewonnen, aber am Sonntag im Serie-A-Derby gegen den AC Milan 0:1 verloren. Jose Mourinho sieht aber keinen Grund zur Beunruhigung. "Wir haben ein Match verloren, aber deshalb müssen wir uns keine Sorgen machen. Wenn wir gewinnen, verdankt Inter das den Spielern, wenn wir verlieren, dann bin ich schuld", nahm der Portugiese die Derby-Pleite betont locker.

Ein nicht nur sportlich brisantes Duell wartet im Parallelmatch auf Andreas Ivanschitz mit Panathinaikos, die Griechen sind beim zypriotischen Champion Anorthosis Famagusta zu Gast.

In Gruppe A bestreitet das Sensationsteam Cluj sein erstes Heimmatch - nach dem 2:1 bei AS Roma empfangen die Rumänen Chelsea. Für die Engländer ist es im 144. Europacup-Match das erste Aufeinandertreffen mit einer Mannschaft aus Rumänien. "Wir haben höchsten Respekt vor Cluj", stellte Trainer Luiz Felipe Scolari klar. "Jedes Team, das in Rom gewinnt, ist brandgefährlich."  Cluj wittert sicher auch gegen Chelsea die Chance auf eine Sensation, der Respekt scheint aber groß zu sein. "Chelsea ist viermal stärker als Roma. Aber ich fühle mich geehrt, gegen Spieler wie Frank Lampard und John Terry antreten zu dürfen", erklärte Stürmer Yssouf Kone von der Elfenbeinküste. Roma steht auswärts gegen Girondins Bordeaux unter Zugzwang.

In Gruppe C rittern Sporting Lissabon und der FC Basel um wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei, denn der erste Rang scheint für den FC Barcelona (auswärts gegen Auftaktsieger Schachtjor Donezk) reserviert zu sein. Für Basel ist es bereits die dritte Auswärtsreise nach Portugal, im Februar unterlagen die Schweizer im UEFA Cup Sporting 0:2, in der Champions-League-Quali gelang ein 0:0 gegen Vitoria Guimaraes. Barcelona hat seine jüngsten drei Auswärtspartien in der Ukraine verloren, und das jeweils mit mindestens zwei Toren Unterschied.

In Gruppe D empfängt Liverpool den PSV Eindhoven, das sein 250. Europacup-Match bestreitet. Auf dem Weg ins Champions-League-Finale 2007 hatten die Reds die Niederländer vier Duellen dreimal bezwungen. Doch Liverpools Oranje Dirk Kuyt warnte seine Kollegen: "Sie sind nach wie vor die klare Nummer eins in Holland. Wir müssen auf der Hut sein." Im ersten Saisonmatch hat Liverpool in Marseille 2:1 gewonnen, der PSV unterlag hingegen daheim Atletico Madrid 0:3. Die Spanier sind im Parallelmatch zu Hause gegen Marseille Favorit, Atletico hat zudem zuletzt zehn Europacup-Heimpartien nicht verloren. (APA/Reuters/red)

 

 

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    In Rom hatte Cluj Grund zur Freude: Sebastian Dubarbier, Juan Culio (beide Argentinien), sowie Yssouf Kone bejubelten den Sieg gegen AS im ersten Cl-Auftritt der Rumänen.

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