Epamedia auf Wachstumskurs

30. September 2008, 13:44
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Umsatz 2007 von 118 auf 133,1 Mio. Euro gesteigert - Nationalrats-Wahlkampf und EURO 2008 haben keine Auswirkungen auf das laufende Geschäftsjahr

Das österreichische Außenwerbe-Unternehmen Epamedia hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 den Umsatz von 118 auf 133,1 Mio. Euro steigern können. Einen "wesentlichen Beitrag" lieferten die elf Auslandstöchter, deren Umsatz um 18 Mio. auf 75 Mio. Euro angewachsen ist, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. 2008 werde sich das Geschäft noch besser entwickeln als 2007. 2009 werde aber ein schwieriges Jahr für den Werbemarkt.

Das heurige Geschäftsjahr soll sich noch besser entwickeln als 2007, sagte Unternehmenssprecherin Veronika Gasser im Gespräch mit der APA. Konkrete Zahlen wollte die Sprecherin allerdings nicht nennen. Der Wahlkampf und die EURO 2008 werden aber kaum etwas zum Umsatz beitragen.

Wahlen und EM ohne Effekte

Der Nationalrats-Wahlkampf sei für das Unternehmen ein Nullsummenspiel gewesen, da das Volumen, das die Parteien affichieren stark gesunken sei. Auch durch die Fußball-Europameisterschaft sei zu keinem Hype gekommen, da von den großen internationalen Sponsoren Summen der österreichischen Werbeetats abgezogen worden seien und diese Mittel fehlten. Bei Plakat und City Light wurde im Juni - wie auch bei den anderen Medien - ein Einbruch verzeichnet.

2009 werde für den Werbemarkt allerdings ein schwieriges Jahr, für die Außenwerbung gebe es jedoch "große Chancen". Analysen hätten nämlich gezeigt, dass es der Außenwerbung umso besser gehe, je schlechter sich der gesamte Werbemarkt entwickelt.

Die Epamedia-Gruppe, die bereits in 12 Ländern vertreten ist, möchte in Zukunft auch in Albanien präsent sein. Verhandelt werden über den Kauf der zwei Außenwerber Metro und The Point. Mit dem Erwerb der zwei Unternehmen würde Epamedia nach eigenen Angaben zum Marktführer in Albanien aufsteigen. Die Akquisition brächte zudem Synergien im Mazedonien und eine "interessante Perspektive" für den Einstieg in den Kosovo. (APA)

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