Arbeitslose Bildungsmanagement-AbsolventInnen

30. September 2008, 13:27
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Die 82 AbsolventInnen des Lehrgangs der Uni Klagenfurt sollen Schule, Bildungsforschung und Verwaltung vernetzen - Adäquate Stellen gibt es jedoch noch nicht

Wien - Die ersten Absolventen des viersemestrigen Pilotlehrgangs "Fachbezogenes Bildungsmanagement" schließen heute, Dienstag, an der Universität Klagenfurt ihre Ausbildung ab. 82 Lehrer sollen nach dieser Weiterqualifikation künftig Schule, Bildungsforschung und Schulverwaltung vernetzen - und zwar speziell für ihre jeweiligen Fachbereiche in Hauptschule und AHS-Unterstufe. Stellen für die "Bildungsmanager" gibt es allerdings noch keine.

Mittlere Managementebene

Die Universität Klagenfurt war nach den schlechten Ergebnissen Österreichs bei der PISA-Studie 2003 vom Bildungsministerium beauftragt worden, eine mittlere Managementebene an Schulen für die PISA-Fächer Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik) zu entwickeln. Die Idee der "fachbezogenen Bildungsmanager" ist aus dem Projekt IMST (Innovationen machen Schulen top) hervorgegangen. Die ursprünglich 150 Teilnehmer des Pilotlehrgangs waren von den Landesschulräten für den Lehrgang nominiert worden.

Bildungswissenschaft im Unterricht

Die "fachbezogenen Bildungsmanager" sollen einerseits den Austausch der Fachkollegen untereinander fördern, andererseits den Bogen spannen zwischen neuen Erkenntnissen der Bildungswissenschaft, dem konkreten Unterricht im Klassenzimmer und dem Schulsystem als Ganzem. Dabei sollen sie zusätzlich regionale Besonderheiten berücksichtigen. Wesentliche Module des Lehrgangs waren "Bildung", "Fachdidaktik" und "Schnittstellenmanagement".

Im Bildungsministerium wird laut Programmkoordinatorin Romy Müller derzeit an Konzepten gearbeitet, wie das in die Praxis umgesetzt werden kann. Stellen für "fachbezogene Bildungsmanager" gibt es allerdings noch nicht. (APA)

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