Streissler: Österreichs Banken wenig betroffen

30. September 2008, 12:18
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Die Probleme für europäische Banken dürften nach Ansicht des renommierten Ökonomieprofessors Erich Streissler noch lange anhalten

Wien - Die Probleme für europäische Banken dürften nach Ansicht des renommierten Ökonomieprofessors Erich Streissler noch lange anhalten. "Es wird eine Bank nach der anderen umfallen", sagte Streissler im "WirtschaftsBlatt" (Dienstagausgabe).

Für die österreichischen Banken gibt Streissler jedoch Entwarnung, die sind aus seiner Sicht von der Krise wenig betroffen.

Dafür werde sich die Lage weltweit zuspitzen: "Wir befinden uns in einer massiven Finanzkrise, die absolut mit jener von 1929 zu vergleichen ist", sagte Streissler gegenüber dem Blatt. Allerdings gebe es zwei wichtige Unterschiede: Erstens gebe es keine Geldverknappung, sondern Kapital werde von den Notenbanken weltweit im Überfluss in die Wirtschaft gepumpt. Und zweitens werde die echte Wirtschaft nicht so stark getroffen, glaubt der Experte. "Die Krise findet abgekoppelt von der Realwirtschaft statt." (APA)

 

 

 

  • Erich Streissler
    foto: standard/cremer

    Erich Streissler

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